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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 18.03.2019

Auffahr­unfall mit Fahrschul­wagen

LG Saar­brücken: Hintermann haftet überwiegend bei Unfall mit Fahrschul­wagen

Autofahrer müssen mit unangepasster Fahrweise eines Fahr­schülers rechnen

(Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 02.11.2018, Az. 13 S 104/18)

Bei einem Fahrschul­wagen vor sich auf der Straße müssen sich Verkehrs­teilnehmer besonders vorsichtig verhalten. Denn mit einer unangepassten Fahrweise des Fahr­schülers ist immer zurechnen. Bremst er plötzlich scheinbar grundlos ab, können Nachfolgende für Unfall­schäden überwiegend haften müssen. Das zeigt ein Urteil des Land­gerichts Saar­brücken (Az.: 13 S 104/18).

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Unfall mit Fahrschulwagen

Im verhandelten Fall ging es um einen Fahr­schüler, der mit einem entsprechend gekennzeichnetem Fahrschul­auto in einen Kreis­verkehr eingefahren war. An der ersten Ausfahrt wollte er wieder heraus­fahren. Doch plötzlich bremste er stark. Das nachfolgende Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf.

Versicherung fordert Hälfte des Schadens

Dessen Fahrer forderte die Hälfte des Schadens von der Versicherung der Fahrschule. Die weigerte sich mit dem Hinweis auf eine Person am Straßen­rand: Der Fahr­schüler sei davon ausgegangen, dass diese auf die Straße laufen würde, weshalb er bremste. Die Versicherung sah darin ein fahrschul­typisches Verhalten: Der Hintermann hätte mehr Sicherheits­abstand halten müssen, der Fahr­schüler sei unschuldig.

LG: Mit Fahrfehlern muss gerechnet werden

Das Gericht sah beim Auffahrenden eine Haftung von 70 Prozent. Jeder Verkehrs­teilnehmer muss genügend Abstand halten, um vor plötzlich auftauchenden Hindernissen rechtzeitig bremsen zu können. Bremst der Vordermann ohne Grund stark ab, sei das unter Umständen zwar anders zu bewerten. Doch bei einem erkennbaren Fahrschul­wagen sei stets mit unangepasster Fahrweise der im Straßen­verkehr unerfahrenen Person am Steuer zu rechnen, erhöhte Vorsicht sei angebracht. Die Mithaftung von 30 Prozent resultiere aus der Betriebs­gefahr des Autos: Denn das abrupte Brems­manöver sei in der Ausfahrt des Kreis­verkehrs passiert und habe dem Hintermann nur wenig Reaktions­möglichkeiten gelassen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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