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Arbeitsrecht und Sozialrecht | 18.01.2019

Unfall­versicherungs­schutz

LSG Thüringen: Duschunfall während Dienstreise ist kein Arbeits­unfall

Duschen während einer Dienstreise steht nicht im Zusammenhang mit Beschäftigung und ist somit auch nicht versichert

(Landessozialgericht Thüringen, Urteil vom 20.12.2018, Az. L 1 U 491/18)

Morgend­liches Duschen während einer Dienstreise ist nicht grund­sätzlich von der gesetzlichen Unfall­versicherung abgedeckt. Das geht aus einem Urteil des Thüringer Landes­sozial­gerichts in Erfurt hervor (Az.: L 1 U 491/18).

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Duschen steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit eigentlichen Aufgaben des Arbeitsverhältnisses

Die gesetzliche Versicherung deckt demnach nur Tätigk­eiten ab, die in einem sachlichen Zusammenhang mit den eigentlichen Aufgaben in einem Arbeits­verhältnis stehen. Das Essen zum Beispiel oder eine andere „höchstp­ersönliche Verrichtung“ wie das Duschen als Körper­reinigung stehen laut Urteil aber nicht im Zusammenhang mit der Beschäftigung und sind somit auch nicht versichert.

Sturz in Dusche während einer Dienstreise

Hintergrund ist der Fall eines Mannes, der während einer Dienstreise morgens in der Dusche ausrutschte und sich das Knie brach. Die Berufs­genossen­schaft stufte dies nicht als Arbeits­unfall ein, ein Sozial­gericht wies die Klage dagegen zurück. Gegen diese Entscheidung war der Arbeit­nehmer in Berufung gegangen. Dem Kläger steht noch offen, die Entscheidung beim Bundes­sozial­gericht anzufechten.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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