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Arbeitsrecht | 28.04.2016

Kündigung

Landes­arbeits­gericht Schleswig-Holstein: Sitzstreik im Büro des Vor­gesetzten recht­fertigt Kündigung

Auch lang­jähriger Mitarbeiter kann ohne Abmahnung gekündigt werden

(Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 06.05.2015, Az. 3 Sa 354/14)

Mitarbeiter müssen mit einer Kündigung rechnen, wenn sie das Büro des Vor­gesetzten mit einem Sitzstreik blockieren. Der Arbeitgeber ist dann berechtigt, auch einen lang­jährigen Beschäftigten ohne vorherige Abmahnung zu kündigen. So eine Entscheidung des Landes­arbeits­gerichts Schleswig-Holstein (Az.: 3 Sa 354/14).

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Sitzstreik im Büro des Chefs endete mit Kündigung

In dem verhandelten Fall arbeitete eine Frau seit 1992 in einem Betrieb, zuletzt als Leiterin einer Abteilung mit 300 Mitarbeitern. In zahlreichen Gesprächen verlangte sie eine Vergütung als außer­tariflich Angestellte. Um ihrer Forderung nach einer Gehalts­erhöhung Nachdruck zu verleihen, begann sie einen Sitzstreik im Büro des Nieder­lassungs­leiters. Nachdem die Vor­gesetzten den Raum verlassen hatten, blieb die Frau weitere drei Stunden sitzen. Sie musste von der Polizei hinausbegleitet werden, da auch die Drohung mit einer Kündigung erfolglos blieb. Der Arbeitgeber kündigte der Frau fristlos, hilfsweise frist­gerecht.

Recht zur ordentliche Kündigung bestand

Die Klage der Frau war nur teilweise erfolgreich. Das Gericht gab der ordentlichen Kündigung statt, nicht jedoch der fristlosen. Der Arbeitgeber sei auch nicht gezwungen, aufgrund der lang­jährigen Tätigkeit der Frau vorher eine Abmahnung auszusprechen. Der Arbeitgeber habe in der konkreten Situation deeskalierend gewirkt und erfolglos Folgen angedroht. Eine verhaltensbedingte ordentliche Kündigung sei daher gerechtfertigt. Auch müsse in diesem Zusammenhang die Vor­bild­funktion der Frau als Vorgesetzte berücksichtigt werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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