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Schadensersatzrecht | 25.11.2020

Schadens­ersatz

Landwirt haftet bei Kollision einer Kuh mit geparktem Fahrzeug

Sorgfalts­pflicht­verletzung des Landwirts überwiegt verbots­widriges Parken

(Landgericht Koblenz, Urteil vom 09.10.2020, Az. 13 S 45/19)

An den Schnitt­stellen von Land­wirtschaft und Straßen­verkehr wird es zuweilen eng. Muss ein Bauer zum Beispiel dafür haften, wenn es beim Viehtrieb zu Schäden an einem falsch geparkten Autos kommt?

Will ein Landwirt sein Vieh von einer Fläche zu einer anderen treiben, muss er dabei sehr vorsichtig sein. Denn wenn die Tiere unterwegs Autos beschädigen, muss ihr Besitzer auch dann haften, wenn ein Wagen verbotener­weise abgestellt war. Das hat das Land­gerichts Koblenz entschieden (Az.: 13 S 45/19).

Auto am Rande eines Feldweges geparkt

Im verhandelten Fall ging es um einen Mann, der sein Auto am Rande eines Feldweges neben einer Baustelle abgestellt hatte. Daneben weideten Kühe auf einer Wiese. Diese wollte ein Bauer auf eine gegen­über­liegende Weide treiben. Zwischen Baustelle und Auto waren nur wenige Meter Platz. Ein Zeuge sagte, dass der Auto­besitzer in rund zehn Minuten wieder da sei und dann das Auto umparken könnte.

Kuh beschädigt parkendes Auto

Der Bauer stellte sich allerdings mit dem Rücken vor das Auto und ließ die Kühe vorbei­laufen. Nach dem Viehtrieb war eine Delle am Auto zu sehen, das Zeugen als zuvor unbeschädigt beschrieben. Der Bauer bestritt die Schuld seiner Kühe am Schaden allerdings und meinte, die erforderliche Sorgfalt mit seinem Abschirmen gewahrt zu haben. Auf jeden Fall hätte der Autofahrer eine Mitschuld aufgrund des unerlaubten Parkens. Der Autofahrer klagte dagegen - und bekam Recht.

LG: Schaden wurde von Kuh verursacht

Denn Zeugen bestätigten ein Wackeln des Autos, als die Kühe daran vorbei­liefen. Außerdem fanden sich Kuhhaare am Fahrzeug. Für das Gericht hatten somit die Kühe die Delle verursacht. Es entschied: Der Bauer hätte erkennen müssen, dass die Lücke zwischen Auto und Baustelle sehr klein und das „Unterfangen sehr gefahrgeneigt“ war.

Landwirt hätte zehn Minuten warten können

Auch hätte er zehn Minuten warten können, bis der Besitzer zurück­gekommen wäre. Einen Grund für einen augen­blicklich nötigen Viehtrieb ergab sich für die Richter ebenfalls nicht. Dies werteten sie als eine so große Sorgfalts­pflicht­verletzung, dass es irrelevant war, ob das Auto nur sorgfalts­widrig oder verbots­widrig dort stand.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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