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Steuerrecht | 16.12.2020

Garagen­kosten

Lassen sich Garagen­kosten für den Dienstwagen von der Steuer absetzen?

Keine steuerliche Anrechnung auf geldwerten Vorteil

(Finanzgericht Niedersachsen, Urteil vom 09.10.2020, Az. 14 K 21/19)

Manch ein Arbeit­nehmer parkt seinen Dienstwagen in einer Garage. Doch kann man die Kosten für die Garage auch steuerlich geltend machen? Diese Frage muss jetzt der Bundes­finanz­hof entscheiden.

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Arbeit­nehmer, die einen Dienstwagen erhalten und diesen auch privat nutzen dürfen, müssen diesen Nutzungs­vorteil versteuern. Der private Nutzungs­vorteil kann mit einem Fahrtenbuch oder der sogenannten 1-Prozent-Regel ermittelt werden. Zahlt der Arbeit­nehmer etwas für den Gebrauch des Dienst­wagens oder übernimmt er einzelne nutzungs­abhängige Kosten für den Pkw, mindert dies seinen steuer­pflichtigen Vorteil und damit die Steuer. „Das gilt prinzipiell aber nicht für freiwillig übernommene Kosten, die für die Inbetrieb­nahme des Pkw nicht zwingend notwendig sind,“ erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler mit Blick auf ein Urteil des Finanz­gerichts Nieder­sachsen (Az.: 14 K 21/19).

Streit um Garagenkosten bei Dienstwagen mit 1 %-Regelung

Im Streitfall bekam der Kläger von seinem Arbeitgeber einen Dienstwagen, den er auch privat nutzen durfte. Dieser Nutzungs­vorteil wurde auf Grundlage der 1-Prozent-Regel als Arbeitslohn versteuert.

Der Kläger machte in seiner Einkommen­steuer­erklärung anteilige Kosten für die Garage auf seinem Privat­grundstück in Höhe von rund 650 Euro steuer­mindernd geltend. Im Arbeits­vertrag gab es keine Regelung dazu, wie der Dienstwagen abzustellen ist.

FG verneint Berücksichtigung der Garagenkosten

Das Finanzamt und das Finanz­gericht Nieder­sachsen lehnten die Berücksichtigung der Garagen­kosten daher ab. Das Gericht führte aus, dass die Unter­bringung in der Garage nicht durch den Arbeitgeber, sondern privat veranlasst wurde. Der Kläger müsse nachweisen, dass eine Garagen­unter­bringung zwingende Voraussetzung für die Überlassung des Pkw war. Eine freiwillige Zahlung ist jedenfalls nicht steuer­mindernd zu berücksichtigen, so die Richter. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechts­kräftig, denn es wurde Revision beim Bundes­finanz­hof (BFH) eingelegt (Az.: VIII R 29/20).

Revision zugelassen - Steuerbescheid mit Einspruch offenhalten

Betroffene Arbeit­nehmer können sich auf das laufende Verfahren berufen und ihren Steuer­bescheid mit einem Einspruch offenhalten, wenn das Finanzamt die freiwillig getragenen Kosten für den Dienstwagen nicht anerkennt.

Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden

Arbeitgeber und Arbeit­nehmer sollten eine Garagen­unter­bringung oder Zuzahlungen am besten im Arbeits­vertrag oder in einer Vereinbarung festschreiben. Dann können die Kosten angesetzt werden“, rät Klocke abschließend.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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