wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Schadensersatzrecht | 26.02.2021

Kreuzfahrt

„Luxuriöse“ Kreuzfahrt-Suite darf nicht abgewohnt sein

Verstoß gegen vertraglichen Verpflichtung

(Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 30.03.2020, Az. 11 U 167/19)

Eine Kreuzfahrt für mehr als 20.000 Euro - und dann hat der Teppich in der Kabine Flecken und am Fenster zeigt sich Schimmel? Das wollte ein Urlauber nicht hinnehmen und zog vor Gericht.

Werbung

Wer eine teure Kreuzfahrt in einer luxuriösen Suite bucht, darf einen entsprechenden Standard erwarten. Ansonsten ist eine Minderung des Reise­preises angemessen. Als Beweis für Mängel kann es ausreichen, wenn der Urlauber die Kabine fotografiert, zeigt eine Ent­scheidung des Ober­landes­gerichts Celle (Az.: 11 U 167/19).

Kabinen als „luxuriöse Rückzugsorte“ beworben

In dem verhandelten Fall hatte der Kläger für sich und seine Ehefrau eine Nord­atlantik-Kreuz­fahrt für 21.978 Euro gebucht - ohne Flug. Im Reise­katalog hieß es: „Willkommen in Ihrer Suite - ein traumhafter Ort, an dem Sie rundum entspannen können.“ Außerdem wurden die Kabinen als „luxuriöse Rückzugs­orte“ beworben, es war weiterhin „von Ihrer ganz persönlichen Luxus-Oase“ die Rede.

Bewerbung entsprach nicht der Realität

Dies konnte der Urlauber in seiner Kabine nicht erkennen und fertigte zum Beweis eine Reihe von Fotos an. Diese zeigten unter anderem einen verfärbten Teppich­boden, Rost an den Türgriffen und Schimmel an den Fenstern. Mit den Bildern klagte der Mann auf eine Minderung des Reise­preises. Das Landgericht hatte die Klage abgewiesen, doch das Oberlandes­gericht kam zu einer anderen Bewertung.

OLG: Verstoß gegen vertragliche Verpflichtung

Es reiche nicht aus, wenn der Reise­veranstalter die auf den Fotos gezeigten Mängel pauschal bestreite. Er müsse stattdessen erklären, warum die Bilder angeblich nicht das zeigten, was sie belegen sollten und wie der tatsächliche Zustand der Kabinen ausgesehen habe. Dies konnte der Veranstalter aber nicht. Allerdings hatte er durch die Beschreibung im Katalog den luxuriösen Charakter der Reise betont. Dieser vertraglichen Verpflichtung war er nicht nach­gekommen.

Werbung

Mängelanzeige hier nicht notwendig

Das Oberlandes­gericht verwies hier auch auf den überdurchs­chnittlich hohen Reisepreis, der einen erhöhten Qualitäts­standard begründe - und die Schwelle für das Vorliegen eines Mangels senke.

Eine Mängela­nzeige vonseiten der Urlauber war in diesem Fall nach Ansicht des Gerichts nicht nötig. Da alle anderen Kabinen des Schiffs ausgebucht waren, hätten der Kläger und seine Frau ohnehin nicht umziehen können. Und leicht zu beheben waren die aufgezeigten Mängel auch nicht. Der Teppich­belag zum Beispiel hätte von Handwerkern aufwendig aus­gewechselt werden müssen.

Reisepreisminderung gerechtfertigt

Am Ende einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Der Veranstalter zahlte dem Kläger laut Beschluss 6000 Euro.

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8058

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8058
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!