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Mietrecht | 09.05.2022

Miet­minderung

Mäuse­befall kann kompletten Mieterlass recht­fertigen

Höhe der Miet­minderung vom Umfang des Befalls abhängig

(Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 12.05.2021, Az. 33 C 390/21 (93))

Schädlinge in der Wohnung sind ein großes Ärgernis für Mieter. Ein Gerichts­urteil spricht ihnen in manchen Fällen eine saftige Miet­minderung zu.

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Wer in seiner Wohnung mit Mäuse­befall zu kämpfen hat, kann von seinem Vermieter eine Miet­minderung erwarten. Das geht aus einem Urteil des Amts­gerichts Frankfurt (Az. 33 C 390/21 (93)) hervor. Die Frankfurter Richter urteilten, dass den Mietern aufgrund erheblicher Belästigung durch die Schädlinge durchschnittlich 20 Prozent Miet­minderung zustehen.

Grundsätzlich gilt laut Mieterbund

Eine Minderung ist immer dann rechtmäßig, wenn und solange ein Mangel besteht. Das könne auch nur tageweise der Fall sein. Zeigt die Bekämpfung schließlich Wirkung und die Schädlinge verschwinden, müsse der Mieter ab dem Monat wieder die volle Miethöhe begleichen.

Höhe der Mietminderung vom Umfang des Befalls abhängig

Die Höhe der Miet­minderung hängt aber vom Umfang des Befalls, dessen Dauer und den Maßnahmen zur Beseitigung ab - und ist letztlich eine Einzel­fall­entscheidung. Das zeigen andere Urteile in ähnlichen Fällen.

Das Amtsgericht Brandenburg a. d. Havel, Urteil vom 06.08.2001, Az. 32 C 520/00 gab einem Kläger recht, der wegen eines Mäuse­befalls in einer Stadt­wohnung 100 Prozent der Mietkosten mindern wollte. Das Amtsgericht Bonn, Urteil vom 08.02.1985, Az. 6 C 277/84 hingegen sprachen einem Mieter nur zehn Prozent Miet­minderung zu. Mieter in Berlin können laut Amtsgericht Wedding (Az. 19 C 577/00) auf die durch­schnittlichen 20 Prozent Mieterlass hoffen.

Bei Mietminderung vorher Mieterverein kontaktieren

Der Mieter­verein rät angesichts der variierenden Gerichts­urteile vorab zu einem Beratungs­gespräch im örtlichen Mieter­verein.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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