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Steuerrecht | 29.07.2020

Tier­schäden

Marder­befall als außergewöhnliche Belastung

Kosten für Beseitigung von Tier­schäden als außergewöhnlichen Schädlings­befall steuerlich absetzen

(Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 21.02.2020, Az. 3 K 28/19)

Mit den Kosten durch Tier­schäden befassen sich auch Finanz­gerichte. Denn oft scheitern Steuer­zahler beim Finanzamt, wenn sie Ausgaben für die Beseitigung absetzen wollen. Doch es gibt Alternativen.

Lassen Eigentümer Schäden durch Tiere beseitigen, entstehen dadurch oft nicht unerhebliche Kosten. Allerdings lassen sich die Kosten meist nicht als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. „Denn dann muss es sich um unvermeid­bare Kosten handeln“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Ist dem Eigentümer der Tierbefall bekannt und bahnen sich die Be­seitigungs­kosten über mehrere Jahre an, wird der Nachweis dieser Voraussetzung schwierig, wie eine Ent­scheidung des Finanz­gerichts Hamburg zeigt (Az.: 3 K 28/19).

Marder waren die Übeltäter

In dem Fall hatte ein Ehepaar seit mehreren Jahren Ärger mit Mardern. Die Tiere richteten Schäden im Dach­geschoss des Einfamilien­hauses aus. Nachdem die Familie zunächst versuchte, die Tiere durch Fallen, Licht und andere Maßnahmen zu vertreiben, wurden mehrfach die Marder­zugänge im Dach verschlossen.

Kosten für Dachsanierung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht

Als auch diese Maßnahme nicht fruchtete, ent­schlossen sich die Kläger zu einer umfassenden Dach­sanierung, für die sie rund 45.000 Euro aufbringen mussten. Da die Versicherung die Kosten nicht übernahm, machte das Ehepaar die Ausgaben als außergewöhnliche Belastung in ihrer Einkommen­steuer­erklärung geltend. Das Paar berief sich dabei auf die Gesundheits­gefährdung und die Un­zumutbarkeit des Geruchs, den die Tierfamilie verströmte.

Keine außergewöhnlichen Belastungen

Weder das Finanzamt noch das Finanz­gericht Hamburg erkannten jedoch die Ausgaben an. Denn im konkreten Fall sei der Schaden nicht plötzlich wie eine „private Katastrophe“ über die Familie gekommen, so die Richter. Die Kläger haben gegen diese Ent­scheidung eine Nicht­zulassungs­beschwerde beim Bundes­finanz­hof (BFH) eingelegt (Az.: IV B 41/20).

Kosten geltend machen und auf Nichtzulassungsbeschwerde berufen

Haus­besitzer, denen ebenfalls Aufwendungen durch Tier­schäden entstanden sind, können sich auf die Nicht­zulassungs­beschwerde stützen und die Kosten in der Einkommen­steuer­erklärung geltend machen.

„Empfehlens­wert ist, gut zu dokumentieren, dass es sich um einen außergewöhnlichen Schädlings­befall handelt, der auch nicht vermeidbar war“, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Denn Kosten, die typischer­weise entstehen, werden nicht als ungewöhnliche Belastung bei der Steuer anerkannt.

Alternative: Absetzung als Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistung möglich

„Alternativ sollte man immer daran denken, dass die Arbeits­kosten, die durch Beauftragung einer Firma beziehungs­weise eines Handwerkers entstehen, auch als Handwerker­leistungen oder haushaltsnahe Dienst­leistung steuerlich absetzbar sind“, betont Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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