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Familienrecht | 04.12.2020

Trennungs­tag

Mehr Geld bei Scheidung: Trennungs­tag wichtig für Zugewinn­ausgleich

Getrennt­leben bedeutet nicht auch getrennt Wohnen

(Oberlandesgericht Brandenburg, Urteil vom 10.08.2020, Az. 13 UF 122/17)

Bei einer Trennung geht es auch um Geld. Wie viel einer dem anderen geben muss, kann man berechnen. Dafür sind bestimmte Stichtage wichtig.

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Bei einer Scheidung kann es bei bestimmten Fragen auf den genauen Tag ankommen. So spielt das Datum der Trennung etwa bei der Berechnung des Zugewinn­ausgleichs eine wichtige Rolle. Trennung ist dabei nicht zwingend mit dem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung gleich­zusetzen: Nach einer Ent­scheidung des Branden­burgischen Ober­landes­gerichts ist durchaus möglich, die häusliche Gemein­schaft auch innerhalb der ehelichen Wohnung zu beenden (Az.: 13 UF 122/17).

Streit über den genauen Tag der Trennung

Das Ehepaar stritt um den genauen Tag der Trennung. Nach Angaben der Frau war das der 14. September 2014. Am Abend dieses Tages habe ihr Mann ihr mitgeteilt, dass er sich trenne. Er sei noch am selben Abend aus dem Schlaf­zimmer in das Gästez­immer umgezogen. Der Mann behauptete, die Trennung habe am 22. September 2014 stattgefunden.

Trennungstag entscheidend für Höhe des Zugewinnausgleichs

Die Feststellung des genauen Trennungs­tags war entscheidend für die Höhe des Zugewinn­ausgleichs: Die Frau war der Meinung, ihr Mann habe die Zeit zwischen den beiden umstrittenen Trennungs­stichtagen dazu genutzt, insgesamt rund 5000 Euro zu verschieben. Es ging letztlich um einen rund 2500 Euro höheren oder geringeren Zugewinn­ausgleich.

Getrenntleben innerhalb der gemeinsamen ehelichen Wohnung möglich

Die Frau konnte glaubhaft nachweisen, dass die Trennung bereits am 14. September vollzogen wurde, auch wenn das Ehepaar danach noch einige Zeit in der gemeinsamen Wohnung lebte. Es sei durchaus möglich, die häusliche Gemein­schaft auch innerhalb der ehelichen Wohnung zu beenden, stellten die Richter fest.

Höchstmaß an räumlicher Trennung ausreichend

Es genüge ein Höchstmaß räumlicher Trennung, soweit die Wohn­situation diese eben zulasse. Die gemeinsame Nutzung von Räumen wie Küche oder Bad schlössen nicht aus, dass das Paar getrennt lebe. Allerdings müssten die Ehepartner getrennt wohnen und schlafen. In diesem Fall sei das durch Zeugen­aussagen bestätigt worden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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