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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 12.02.2021

Unfall durch Spurwechsel

Mit voraus­fahrendem Spur­wechsler kollidiert: Haftet der Hintermann?

Haftung für Unfall­schäden liegt bei sorgfalts­widrigem Fahrspur­wechsel allein beim voraus­fahrendem Spur­wechsler

(Oberlandesgericht München, Urteil vom 09.12.2020, Az. 10 U 3493/20)

Auf der Autobahn passieren Spurwechsel im Sekunden­takt. Besondere Vorsicht und Sorgfalt sind angebracht. Haftet automatisch der Hintermann, wenn der Vorgang schon abgeschlossen scheint?

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Wenn es im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Spurwechsel zu einem Zusammen­stoß kommt, kann davon ausgegangen werden, dass der Wechsel nicht sorgfältig genug war. Das zeigt ein Urteil (Az.: 10 U 3493/20) des Ober­landes­gerichts München (OLG).

Streit um Unfall beim Spurwechsel

Ein Autofahrer fuhr auf der Autobahn, als vor ihm ein anderes Auto die Spur wechselte. Dabei stießen beide zusammen. Der Hintermann wollte nun seinen Schaden vom Spur­wechsler ersetzt bekommen. Er selbst wähnte sich unschuldig am Geschehen und brachte zudem ein, der Vordermann habe nicht geblinkt. Dieser jedoch weigerte sich und sah die Schuld beim Hintermann. Denn der Spurwechsel wäre bereits beendet gewesen. Er hätte die Spur gewechselt, leicht das Tempo verringert und hätte wenige Sekunden später die Kollision gespürt.

Spurwechsler haftet alleine für Unfallschäden

Das sah das Gericht anders. Ein Sachverständiger ermittelte eher seitliche Unfall­spuren am Auto. Ein Blinken des Spur­wechslers konnte auch nicht nachgewiesen werden. Auf der anderen Seite fuhr der Hintermann demnach weder zu schnell oder war unaufmerksam. So sei davon auszugehen, dass ein Spurwechsel nicht mit der notwendigen Sorgfalt vorgenommen worden sei, wenn es in unmittelbarer zeitlicher und räumlicher Nähe dazu zu einer Kollision kommt. So musste hier der Spur­wechsler alleine haften. Der Hintermann hätte den Unfall nicht verhindern können.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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