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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 19.07.2019

Unfall

Motorrad­fahrer haftet bei Unfall nicht zwangs­läufig wegen fehlender Schutz­kleidung

Gesetzlich vorgeschrieben ist lediglich Schutzhelm

Bei einem Verkehrs­unfall haftet ein Motorrad­fahrer nicht zwangs­läufig mit, weil er keine Schutz­kleidung getragen hat. Das zeigt ein Urteil des Land­gerichts Frankfurt am Main (Az.: 2-015 118/17). Jedoch sehen dies die Gerichte in Deutschland sehr unterschiedlich.

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In dem in Frankfurt am Main entschiedenen Fall stürzte ein Harley-Davidson-Fahrer nach einer Kollision mit einem Auto. Er verletzte sich am Knie und zog sich am Bein eine Fleisch­wunde zu. Statt einer Motor­rad­schutz­hose trug er eine Stoffhose.

Beklagter Autofahrer verweist auf fehlende Schutzkleidung des Motorradfahrers

Der Mann klagte seine Ansprüche ein. Doch der Autofahrer war der Meinung, dass der Motorrad­fahrer zumindest teilweise mithaften müsse, weil er keine Schutz­kleidung getragen hatte.

LG verneint Mithaftung des Motorradfahrers

Das sah das Gericht anders. Zunächst sei für Motorrad­fahrer nur ein Schutzhelm gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings könnte dennoch eine Verletzung der Sorgfalts­pflicht vorliegen, hierfür müsste es aber ein allgemeines Verkehrs­bewusst­sein zum Tragen von Motor­rad­schutz­kleidung an den Beinen geben. Dies sei nicht der Fall. Der Biker habe außerdem nachvollziehbar erläutert, dass gerade Harley-Davidson-Fahrer ihre Motorräder eher zum Cruisen nutzen, also einen moderaten Fahrstil haben. Daher hafte der Autofahrer voll.

Gerichte bei Beurteilung der Mithaftung von Motorradfahrern uneinig

Die Verkehrs­rechts­experten des Deutschen Anwalt­vereins weisen darauf hin, dass die Gerichte sich in diesen Fragen nicht einig sind. So beurteilten das Oberlandes­gericht München und das Landgericht Heidelberg die Sachlage ähnlich wie das Landgericht Frankfurt am Main. Anderer Auffassung seien beispiels­weise das Oberlandes­gericht Brandenburg und das Landgericht Köln.

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Quelle: dpa/DAWR/kg
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