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Arbeitsrecht | 29.07.2021

Erreich­barkeit im Urlaub

Muss ich im Urlaub erreichbar sein?

Im Urlaub gilt Erholung statt Erreich­barkeit

Wer Urlaub hat, möchte möglichst keinen Gedanken an Arbeit verschwenden. Aber was, wenn plötzlich die Führungs­kraft anruft?

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Beschäftige müssen im Urlaub nicht für ihren Arbeitgeber erreichbar sein. Das erklärt der Bund-Verlag mit Verweis auf das Bundes­urlaubs­gesetz. Darin ist der Anspruch auf Erholung­surlaub geregelt.

Urlaub dient der Erholung

An ihren freien Tagen müssen Beschäftigte demnach komplett von der Arbeit entbunden sein. Telefonate oder E-Mails zu beantworten, würde dem Er­holungs­zweck des Urlaubs aber entgegen­stehen.

Sonderregeln im Arbeitsvertrag

Findet sich im Arbeits­vertrag eine Klausel, die regelt, dass Beschäftigte auch im Urlaub ständig oder stunden­weise erreichbar sein müssen, sollte geprüft werden, ob diese Regel zulässig ist, rät der Bund-Verlag.

Einem Urteil des Bundes­arbeits­gerichts aus dem Jahr 2000 (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.06.2000, Az. 9 AZR 405/99) zufolge seien derartige Ver­einbarungen in Arbeits­verträgen regelmäßig unzulässig. Das gilt laut Bund-Verlag jedenfalls für die 24 Werktage, die jeder oder jedem Angestellten als gesetzlicher Mindest­urlaub zustehen.

An allen zusätzlichen, vom Arbeitgeber freiwillig gewährten Urlaubs­tagen könne es allerdings vertraglich Sonder­regeln geben. Hier könnte der Arbeitgeber dann verlangen, dass Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer auch im Urlaub erreichbar sind.

Erreichbarkeit im Notfall

Neben solchen Sonder­klauseln im Arbeits­vertrag gibt es den Informationen zufolge einige Ausnahme­situationen, in denen ein Anruf oder die Kontakt­aufnahme vom Arbeitgeber legitim sein kann. Denkbar ist etwa, dass nur der Beschäftigte ein dringend benötigtes Passwort kennt oder ein ähnlich dringender Notfall eintritt.

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Kündigung wegen mangelnder Erreichbarkeit ist zweifelhaft

Eine Kündigung muss übrigens niemand fürchten, der einen Anruf oder eine Kontakt­aufnahme vom Arbeitgeber ignoriert, heißt es in dem Beitrag. Eine verhaltensbedingte Kündigung würde eine vorherige Abmahnung voraussetzen. Ein Verstoß gegen arbeits­rechtliche Pflichten kann Beschäftigten im Urlaub aber gar nicht vorgeworfen werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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