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Haftungsrecht, Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 06.01.2016

Autounfall

Nach Verkehrsunfall: Kosten für die Reparatur können Wiederbeschaffungswert übersteigen

Tatsächliche Reparaturkosten dürfen um 10 Prozent höher liegen als vom Sachverständigen geschätzt
(Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 30.07.2014, Az. 29 C 3178/13 (21 ))

Ein Unfallopfer kann sein Fahrzeug auch dann reparieren lassen, wenn die Reparaturkosten 130 Prozent des Wiederbeschaffungswertes betragen. Außerdem dürfen die tatsächlichen Reparaturkosten bis zu 10 Prozent über denen liegen, die ein Sachverständiger geschätzt hat. Das ergibt sich aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main (Az.: 29 C 3178/13 (21)).

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Streit um Höhe der Reparaturkosten

In dem verhandelten Fall stritten sich Unfallopfer und Unfallverursacher darüber, wie hoch die Reparaturkosten für das Fahrzeug des Opfers sein dürfen.

Unfallverursacher muss Reparaturkosten vollständig zahlen

Das Amtsgericht Frankfurt am Main bestätigte, dass der Unfallverursacher die vollen Reparaturkosten zahlen muss, auch wenn die Kosten den Wiederbeschaffungswert übersteigen. Auch ein Überschreiten der vom Sachverständigen kalkulierten Kosten um bis zu 10 Prozent sei zulässig. Dieser Bereich liege innerhalb des Werkstatt- und Prognoserisikos, das der Verursacher des Schadens zutragen habe.

Was tun bei Ärger wegen Reparaturkosten?

Sollten Sie nach einem Autounfall mit Ihrem Versicherer Ärger haben, dann finden Sie hier im Deutschen Anwaltsregister (DAWR) einen Anwalt für Verkehrsrecht.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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