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Insolvenzrecht | 16.02.2017

Insolvenz

Nach Versand­haus-Pleite: Quelle-Erbin Schickedanz soll über 500.000 Euro an Insolvenz­verwalter zahlen

Revision gegen die Entscheidung nicht zugelassen

Die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz muss dem Insolvenz­verwalter des im Jahr 2009 Pleite gegangenen Versand­hauses mehr als 520.000 Euro zahlen. Hinzu kommen noch die seit September 2009 aufgelaufenen Zinsen. Das entschied das Oberlandes­gericht Hamm (Az.: 27 U 83/16). Es bestätigte damit eine Entscheidung des Land­gerichts Essen.

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Insolvenzverwalter fordert Geld aus Mietzahlungen zurück

In dem Rechts­streit ging es um Zahlungen, die die Quelle-Erbin vom Versandhaus als Miete für das ursprüng­liche Kaufhaus der Familie in Hersbruck bei Nürnberg erhalten hatte, wie ein Sprecher des Insolvenz­verwalters mitteilte. Diese Miete sei von Quelle unregelmäßig, meist viertel­jährlich plus Zinsen bezahlt worden. Der Insolvenz­verwalter sah darin angesichts der Beteiligung von Madeleine Schickedanz am Quelle-Mutter­konzern Arcandor eine Art Gesellschafter­darlehen und forderte das Geld zurück. Das Oberland­gericht Hamm gab ihm Recht.

Eine Revision gegen die Entscheidung ließ das Gericht nicht zu. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechts­kräftig.

Schadensersatzstreit endete mit Vergleich

Erst kürzlich hatte Madeleine Schickedanz, die bei der Pleite des Karstadt-Mutter­konzerns Arcandor einen Großteil ihres Vermögens verlor, einen milliardenschweren Schaden­ersatz­streit vor dem Kölner Landgericht mit einem Vergleich weitgehend abgeschlossen. Die 73-Jährige hatte in dem Verfahren 1,9 Milliarden Euro als Ausgleich für ihre Verluste in der Arcandor-Pleite verlangt. Doch bekommt sie wohl nur einen Bruchteil davon. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erhält Schickedanz einen mittleren zweistelligen Millionen­betrag.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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