wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Immobilienrecht und Mietrecht | 09.11.2015

Modernisierung

Nachträglicher Anbau von Balkonen: Modernisierungsmaßnahme kann Mieter zur Mietminderung berechtigen

Mietminderung statt Wohn- und Gebrauchswertsteigerung von Wohnungen

Balkone steigern den Wohnwert einer Wohnung. Allerdings kann das für eine darunterliegende Wohnung schon wieder ganz anders aussehen. Wird ihre Wohnung durch einen neu angebauten Balkon jetzt einsichtig, müssen das Mieter jedenfalls nicht klaglos hinnehmen.

Werbung

Anspruch auf Mietminderung nach Modernisierung

Eigentlich sollen Modernisierungsmaßnahmen den Wohn- und Gebrauchswert einer Wohnung erhöhen. Im Einzelfall kann aber durch eine solche Maßnahme auch das Gegenteil eintreten. Das heißt, ein einzelner Mieter kann nach einer größeren Modernisierungsmaßnahme durchaus Anspruch auf eine Mietminderung haben. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Landgerichts Berlin (Az.: 65 S 121/15).

Mieter mindert nach Anbau von Balkonen Miete wegen erheblicher Einschränkung der Mietsache

In dem verhandelten Fall hatte ein Vermieter Balkone an seinem Gebäude anbringen lassen. Ein Mieter minderte nach dieser Maßnahme seine Miete. Seine Begründung: Der Gebrauch seiner Wohnung sei nicht unerheblich eingeschränkt worden, unter anderem durch eine starke Verschattung und die direkte Einsehbarkeit seiner Wohnung. Der Vermieter hielt dagegen: Mit der Maßnahme sei lediglich ein für die Baualtersklasse allgemein üblicher Zustand geschaffen worden.

Mietminderung von 10 % angemessen

Sowohl das Amtsgericht als auch das Landgericht folgten dieser Argumentation nicht. Eine Mietminderung in Höhe von 10 Prozent sei in diesem Fall angemessen, befanden die Richter. Besonders die jetzt bestehende direkte Einsehbarkeit der betreffenden Wohnung und der tunnelartige Ausblick rechtfertige dies, unabhängig davon, ob die Maßnahme insgesamt dazu beitrage, den Wohnwert zu steigern.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#1452

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1452
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!