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Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 24.03.2021

Wasser­schaden

Nicht jeder Wasser­schaden ist auch versichert

Im Schadenfall kommt es auf die Vertrags­bedingungen an

(Oberlandesgericht Nürnberg, Beschluss vom 03.02.2021, Az. 8 U 3471/20)

Wasser sucht sich seinen Weg. Wer eine Immobilie besitzt weiß das und versichert sein Gebäude entsprechend. Ein aktuelles Urteil zeigt aber: Wasser­schaden ist nicht gleich Wasser­schaden.

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Ob eine Versicherung bei einem Wasser­schaden wirklich zahlen muss, hängt von den Umständen des Einzel­falles ab. Dabei kommt es darauf an, wo der Schaden genau aufgetreten ist und was dazu in den Vertrags­bedingungen steht, wie ein Urteil des Ober­landes­gerichts Nürnberg zeigt (Az.: 8 U 3471/20). Nach Ansicht des Gerichts ist ein Wasser­schaden an einer Drainage im Außenb­ereich eines Hauses kein Leistungs­wasser­schaden. Dass die Drainage in Folge eines Rohrbruches über­gelaufen ist, ändert an dieser Ansicht nichts.

Streit um Wasserschaden durch gebrochenes Abwasserrohr außerhalb des Gebäudes

Der Fall: Ein Abwasser­rohr außerhalb des versicherten Gebäudes war gebrochen und verstopft. Durch den Rückstau lief eine Drainage, die im Außenb­ereich des Hauses verlegt waren über. Das Wasser drang in den Keller ein und richtete dort Schäden an. Die Versicherung wollte die geforderten 50.000 Euro nicht zahlen. Ihrer Ansicht nach war der Schaden durch die Wohngebäudev­ersicherung nicht gedeckt.

OLG verneint Vorliegen eines Leitungswasserschadens

Die Richter gaben der Versicherung Recht. Der hier aufgetretene Schaden sei kein Leitungs­wasser­schaden, der von den Versicherungs­bedingungen erfasst werde. Die Gefahr Leitungs­wasser versichere nur Risiken, die in Verbindung mit Zu- und Ableitungs­rohren der Wasser­versorgung oder dem Rohrleitungs­system verbundenen sonstigen Einrichtungen bestehen.

Keine Einrichtung der Wasserversorgung

Das Wasser sei aus der Drainage ausgetreten und von dort in den Keller gelangt. Die Drainage diene nicht dazu, das Haus mit Wasser zu versorgen oder Wasser aus dem Gebäude abzuleiten, sondern ausschließlich der Boden­entwässerung.

Die zusätzliche Versicherung gegen Bruch­schäden an Rohren greife hier nicht, weil sie nur die Kosten der Rohrbruch­beseitigung decke, nicht aber Folge­schäden umfasse.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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