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Mietrecht | 01.04.2019

Miet­minderung

Nicht nur in der Heizperiode: Klopf­geräusche in der Wohnung stellen Mietmangel dar

Zurück­behaltungsrecht wegen Klopf­geräuschen aus Heizungs­anlage auch für die Sommer­monaten gerechtfertigt

(Landgericht Osnabrück, Urteil vom 11.07.2018, Az. 1 S 317/17)

Mängel in der Wohnung können zur Miet­minderung berechtigen. Unternimmt der Vermieter nichts, um den Mangel zu beseitigen, kann ein Mieter zusätzlich Druck aufbauen.

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Mieter dürfen bei anhaltenden Klopf­geräuschen der Heizungs­anlage die Miete mindern. Denn solche Geräusche beeinträchtigen den Wohnwert erheblich. Das Landgericht Osnabrück hielt für die Heizperiode eine Miet­minderung von 25 Prozent für die betroffenen Räume für angemessen (Az.: 1 S 317/17). Und nicht nur das: Die Mieter hätten auch ein Zurück­behaltungsrecht in den Sommer­monaten. Sie müssten also so lange nicht die volle Miete zahlen, bis der Mangel beseitigt ist.

Streit um Mietminderung wegen Klopfgeräuschen der Heizungsanlage

In dem verhandelten Fall hatte sich ein Mieter in den Winter­monaten über Klopf­geräusche der Heizungs­anlage beschwert. Die Geräusche traten in den Heizungs­rohren auf, die in den Wänden verlegt waren. Besonders laut war das Klopfen ausgerechnet im Schlaf­zimmer. Der Mieter minderte deshalb die Miete und machte zusätzlich ein Zurück­behaltungsrecht geltend. Die Vermieterin bestritt einen Mangel und klagte Miet­rückstände für mehrere Monate ein.

Mietminderung nicht nur in der Heizperiode gerechtfertigt

Nach der Beweis­aufnahme stand für das Gericht die Belästigung nicht mehr infrage. Wegen der nächtlichen Störungen im Schlaf­zimmer gingen die Richter von einer erheblichen Beeinträchtigung aus. Daher war aus Sicht der Richter nicht nur die Miet­minderung in der Heizperiode gerechtfertigt. Auch in den Sommer­monaten habe der Mieter ein Zurück­behaltungsrecht - zumindest bis zur Höhe der Miet­minderung. Dieses Recht soll den Vermieter dazu bringen, den Mangel zu beseitigen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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