wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Schadensersatzrecht | 05.10.2022

Unverschuldeter Unfall

Nutzungs­ausfall­entschädigung: Mindert lange Reparatur Ansprüche?

Werkstatt­risiko umfasst auch Verzögerungen bei der Erstellung eines Gutachtens und bei der Reparatur

(Amtsgericht Altenkirchen, Urteil vom 03.03.2022, Az. 71 C 3 140/21)

Für die Zeit der Auto­reparatur nach einem unverschuldeten Unfall können Betroffene Anspruch auf eine Nutzungs­ausfall­entschädigung haben. Doch was, wenn sich Gutachten und Reparatur verzögern?

Werbung

Nach einem unverschuldeten Verkehrs­unfall haben Geschädigte nicht nur Anspruch auf die Reparatur ihres Fahrzeuges. Ihnen steht auch eine Ent­schädigung für dessen Nutzungs­ausfall zu. Kommt es im Vorfeld beim Gutachten oder später bei der Reparatur zu Verzögerungen, bleibt der Anspruch für die vollen Tage des Nutzungs­ausfalls bestehen. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts Alten­kirchen (Az.: 71 C 3 140/21).

Für das Gutachten wurden einige Teile abmontiert

Nach einem Autounfall war die Frage nach der Schuld unstrittig. Um ein Gutachten zu erstellen, mussten aber einige Teile des Autos abgebaut werden. Dabei kam es zu Verzögerungen wegen Arbeits­engpässen in der ausführenden Werkstatt. Auch die Reparatur dauerte länger. So zogen sich Ersatzteil­bestellungen und Lackierung in die Länge.

Insgesamt forderte der Auto­besitzer Ent­schädigung für 63 Tage Nutzungs­ausfall. Die gegnerische Versicherung wollte aber nur 38 Tage zahlen. So zog der Mann vor Gericht.

Autofahrer hat Anspruch auf Entschädigung für 63 Tage Nutzungsausfall

Mit Erfolg. Der Kammer zufolge umfasst das sogenannte Werkstatt­risiko sowohl Verzögerungen bei der Erstellung des Gutachtens also auch solche bei der Reparatur. Dieses Risiko müssen der Verursacher des Schadens respektive seine Versicherung übernehmen. Auch einen Verstoß gegen Schaden­minderungs­pflicht konnte das Gericht nicht erkennen.

Für einen Verstoß hätte der Auto­besitzer hier bei der Vergabe der Aufträge bereits wissen müssen, dass eine Verzögerung eintreten würde. Da dem so nicht war, trägt der Beklagte den Schaden und muss die Nutzungs­ausfall­entschädigung für die vollen 63 Tage übernehmen.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9806