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Familienrecht | 23.07.2020

Abstammungs­gutachten

OLG Frankfurt am Main zur Mitwirkungs­pflicht bei Abstammungs­gutachten

Mutter und Kind können Abstammungs­gutachten nicht verweigern

(Oberlandesgericht Frankfurt, Urteil vom 02.01.2019, Az.: 6 WF 115/18)

Will ein Mann seine Vaterschaft nachweisen, muss die Abstammung des Kindes geklärt werden. Auch Mutter und Kind haben ihren Teil dazu beizutragen.

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Laut Gesetz haben nur leibliche Väter ein Umgangs- und Auskunfts­recht. Steht der leibliche Vater nicht in der Geburts­urkunde, muss er seine Vaterschaft nachweisen. Um dies zu klären, müssen auch Mutter und Kind an einer Abstammungs­untersuchung mitwirken. Das hat das Oberlandes­gericht Frankfurt entschieden (Az.: 6 WF 115/18).

Sowohl Ehemann als auch Freund kommen als Vater in Betracht

In dem Fall ist die Mutter verheiratet und hat aus dieser Ehe drei Kinder. In der Zeit, als das jüngste Kind gezeugt wurde, hatte sie sowohl mit ihrem Ehemann als auch mit einem anderen Mann eine sexuelle Beziehung.

Mutter stellte Umgang nach einer Weile ein

Nach der Trennung von ihrem Mann hatte der außer­eheliche Partner Umgang mit dem Kind. Diesen Umgang stellte die Mutter jedoch ein, als sie wieder zu ihrem Ehemann zurück­kehrte.

Ihr ehemaliger Partner ist somit nicht rechtlicher Vater, könnte aber der leibliche Vater sein. Er beantragte ein Gutachten zur Abstammung. Die Eltern wehrten sich mit dem Argument, dass Mutter und Kind berechtigt seien, die Mitwirkung an der Begutachtung zu verweigern.

OLG: Nur der biologische Vater hat Rechte

Das sah das Gericht jedoch anders und gab dem Vater Recht. Das Gesetz gebe dem leiblichen, aber nicht rechtlichen Vater ein Umgangs- und Auskunfts­recht. Diese Rechte gebe es nur dann, wenn er auch tatsächlich der biologische Vater sei. Mutter und Kind müssten daher einen Abstrich der Mund­schleimhaut akzeptieren. Andere müssten sogar eine Blutprobe dulden.

Mitwirkung von Mutter und Kind zumutbar

Eine Mitwirkung von Mutter und Kind seien hier zumutbar. Der Vater habe ein ernsthaftes Interesse an dem Gutachten. Außerdem habe er bereits über einen längeren Zeitraum Kontakt zu dem Kind gehabt. Diesen habe die Mutter eingestellt, nicht er.

Gericht ordnet Einholung des Abstammungsgutachtens an

Dem Gericht kam es nicht auf die Frage an, ob der Umgang dem Kindeswohl dient. Diese Frage könne zurück­gestellt und stattdessen zunächst die Einholung des Abstammungs­gutachtens angeordnet werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ku

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