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Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 14.08.2018

Arzthaftung

OLG Hamm: Arzt muss vor OP ausdrücklich über Behandlungs­alternativen aufklären

Arzt haftet bei unzureichender Aufklärung über Alternativen

(Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 15.12.2017, Az. 26 U 3/14)

Ist eine Operation nicht die einzige Behandlungs­option, muss der Arzt den Patienten ausführlich über die Alternativen aufklären. Der Patient entscheidet dann selbst, wie er behandelt werden möchte und welchem Risiko er sich aussetzt. So eine Entscheidung des Ober­landes­gerichts Hamm (AZ 26 U 3/14).

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Kläger verlangt Schadensersatz und Schmerzensgeld

Im verhandelten Fall wurde ein Mann an der Wirbel­säule operiert. Der Eingriff führte unter anderem zu einer chronischen inkompletten Quer­schnitts­lähmung mit einer Blasen­entleerungs­störung und einer erektilen Dysfunktion. Der Patient klagte später auf Schmerzens­geld und Schaden­ersatz, unter anderem weil er nicht richtig aufgeklärt worden sei.

Aufklärung über alle in Betracht kommenden Alternativen

Das Gericht gab ihm Recht. Man hätte den Patienten durchaus auch konservativ - also ohne OP - behandeln können. Das hätte der Arzt ihm sagen müssen. Stehen für eine medizinische Therapie mehrere gleichwertige Behandlungs­möglichkeiten mit unterschiedlichen Risiken und Erfolgs­chancen zur Verfügung, muss ein Arzt seinen Patienten darüber ausführlich aufklären. Eine schrift­liche Aufklärung genüge nicht.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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