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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 14.02.2020

Radler­unfall

OLG Hamm: Radler haftet nach Unfall mit Hund auf Geh- und Radweg mit

Radfahrer müssen bei gemeinsamen Fuß- und Radwegen jede Gefährdung der Fußgänger ausschließen

Kombinierte Geh- und Fahrradwege sind für Fußgänger und Radler da. Aber was ist mit Hunden? Und wer ist verantwortlich, wenn ein Hund dort einen Radler­unfall verursacht? Ein Gericht gibt die Antwort.

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Wenn ein Hund auf einem kombinierten Geh- und Radweg einen Fahrrad­unfall verursacht, kann die Hunde­haftpflicht­ver­sicherung greifen. Allerdings haben Radler auf solchen Wegen keinen Vorrang und müssen besonders rücksichts­voll fahren. Anderenfalls haften sie nach ihrem Sturz mit. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts (OLG) Hamm (Az.: I-9 U 37/18).

Unfall mit Hund auf kombinierten Geh- und Radweg

Im verhandelten Fall ging es um vier Menschen, die auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg liefen und einen nicht angeleinten Hund bei sich hatten. An die Gruppe fuhren von hinten zwei Radler heran. Als die Radler auf gleicher Höhe fuhren, wechselte der Hund von der rechten auf die linke Seite des Weges. Eine Radlerin kollidierte mit dem Tier und zog sich beim Sturz nicht unerhebliche Verletzungen zu.

Geschädigte forderte Schadensersatz und Schmerzensgeld

Die Frau forderte von der Hunde­haftpflicht­ver­sicherung Schaden­ersatz und Schmerzens­geld. Diese zahlte vorgerichtlich 2000 Euro. Damit war die Geschädigte aber nicht einverstanden und ging vor Gericht.

Dieses wies die Klage jedoch ab mit der Begründung, es habe gar keine tier­typische Gefahr vorgelegen, denn auch Menschen bewegten sich von rechts nach links. Die Radlerin legte Berufung ein und hatte damit zum Teil Erfolg.

OLG: Laufbewegung des Hundes für die Kollision ursächlich verantwortlich

Denn das OLG sah es als erwiesen an, dass die Lauf­bewegung des Hundes für die Kollision ursächlich war. Der nicht angeleinte Hund sei allein und aus freiem Antrieb von der rechten auf die linke Seite gewechselt, wo sich eine Grün­fläche befand. Möglicher­weise hatte er dort sein Geschäft verrichten wollen oder ein Kaninchen erspäht. Darin sei eine tier­typische Gefahr zu sehen, so das Gericht.

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Radlerin musste allerdings mithaften

Denn sie sei zu eng an der Gruppe mit Hund vorbei­gefahren und hatte auch nicht geklingelt. Fußgänger dürfen auf solchen Wegen die gesamte Breite nutzen. Radler hingegen müssen jede Gefährdung der Fußgänger ausschließen.

Radler müssen jede Gefährdung ausschließen

Das Heranfahren an die Gruppe sei eine unklare Situation gewesen, so das OLG. Die Radlerin hätte auf sich aufmerksam machen und klingeln müssen oder mit Schritt­tempo fahren sollen. Da beides unterblieb, übertrug ihr das Gericht ein Mit­verschuldens­anteil von einen Drittel.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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