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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 14.09.2018

Zweimal Angefahren

OLG Jena: Betrunkener Fußgänger haftet bei Unfall allein

Ab 2,0 Promille im Blut gilt auch ein Fußgänger als verkehrs­untüchtig

(Oberlandesgericht Thüringen, Urteil vom 15.06.2017, Az. 1 U 540/16)

Wer nachts stark betrunken auf einer Landstraße plötzlich auf die Fahrbahn läuft, kann allein haften müssen, wenn er überfahren wird. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Jena (Az.: 1 U 540/16).

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Betrunkener Fußgänger zweimal angefahren

Ein mit 2,07 Promille im Blut stark betrunkener Mann war im Dunklen auf einer Landstraße unterwegs. Ein Auto erfasste ihn, als er auf die Fahrbahn lief. Direkt danach überfuhr ein zweites Auto den am Boden Liegenden. Gegen beide Fahrer klagte die Krankenkasse des Mannes.

Alkoholisierter Fußgänger trägt Alleinschuld am Verkehrsunfall

Das hatte vor Gericht keinen Erfolg. Beide Fahrer seien von jeder Haftung freizusprechen. Der verletzte Fußgänger trage eine erhebliche Mitschuld am Unfall. „Im Zustand alkohol­bedingter Verkehrs­untüchtigkeit“ habe der Mann am Straßen­verkehr teil­genommen. Er hätte zudem am linken Fahrbahn­rand gehen müssen, da die Straße an der betreffenden Stelle weder über einen Gehweg noch einen Seiten­streifen verfügte und er auch noch dunkle Kleidung trug.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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