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Schadensersatzrecht | 07.05.2020

Schadens­ersatz

OLG Köln: Kein Scha­dens­er­satz für Sturz in den Bach

Verletzung durch eigenmächtiges Eingreifen in Aufgaben Dritter begründet keinen Schadens­ersatz­anspruch

(Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 14.01.2020 u. 11.02.2020, Az. 7 U 311/19)

Selbst ist die Frau oder der Mann - dieses Motto kann nach hinten losgehen. Zumindest dann, wenn man für andere Dinge erledigt, ohne darum gebeten worden zu sein. Das zeigt ein aktuelles Urteil.

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Ungefragt Aufgaben von Dritten zu übernehmen, ist nicht verboten. Doch wenn jemand bei dieser fremden Hilfe ein unverhältnismäßig hohes Risiko auf sich genommen hat und sich verletzt, wird nicht automatisch Schaden­ersatz fällig. Davon ist etwa dann auszugehen, wenn die Hilfs­maßnahmen überflüssig und nicht sachgemäß sind. Das entschied das Oberlandes­gericht Köln (Az.: 7 U 311/19). Das Gericht bestätigte damit ein erst­instanzliches Urteil des Amts­gerichts Aachen.

70-Jährigen wollte Überschwemmung verhindern

In dem Fall hatte eine über 70-jährige Klägerin versucht, ein mit Reisig verstopftes Rohr in einem Bachlauf zu befreien, damit dieser nicht überläuft. Den für die Reinigung zuständigen Wasser­verband hatte sie nicht erreicht. Hintergrund ihres eigenmächtigen Eingreifens war die Sorge, dass das anliegende Grundstück ihrer Tochter überschwemmt werden könnte.

Klägerin forderte Schadensersatz für misslungenen Reinigungsversuch

Bei ihrem Reinigungs­versuch fiel die Frau in den Bach, zog sich dabei eine Schnittwunde zu und verlor ihre Brille. Sie verklagte den Wasser­verband auf Zahlung von insgesamt rund 2000 Euro.

OLG verneint Anspruch auf Schadensersatz

Das Gericht erläuterte, dass die Klägerin nicht im Interesse des Wasser­verbandes gehandelt habe. Insbesondere sei es nicht in deren Interesse gewesen, dass die Klägerin zur eigen­händigen Freilegung eines Bachlaufes ihre körperliche Unversehrtheit aufs Spiel setzte. Außerdem sei die Hilfs­maßnahme der Klägerin unsachgemäß und überflüssig gewesen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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