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Familienrecht | 05.03.2020

Auslands­adoption

OLG Köln zum Kosten­risiko bei der Auslands­adoption

Aufklärung über Haftung für Kosten der Unter­bringung nach gescheiterter Adoption war ausreichend

(Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 11.07.2019, Az. 7 U 151/18)

Der Wunsch nach einem Kind kann so groß sein, dass Adoptions­willige im Ausland suchen und jede Erklärung unterschreiben. Klappt das Zusammen­leben dann nicht, kommen jahrelange Kosten auf sie zu.

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Wer ein Kind aus dem Ausland adoptieren will, sollte sich der Kosten­risiken beim Scheitern der Adoption bewusst sein. Auch wenn öffentliche Stellen beteiligt sind, muss man dann für eine anderweitige Unter­bringung zahlen. So lautet ein entsprechendes Urteil des Ober­landes­gerichts Köln (Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 11.07.2019, Az. 7 U 151/18).

Paar entscheidet sich für Kind mit Verhaltensauffälligkeiten

Im konkreten Fall wollte ein Paar übers Jugendamt ein fünf­jähriges Kind aus Thailand adoptieren. Es gab an, dass sie einem Kind mit starken psychischen Problemen oder Missbrauchs­erfahrungen nicht gewachsen wären. Dennoch entschieden sie sich für ein Kind mit Angst vor Fremden und einigen „fremd­artigen Sachen“.

Einwilligung zur Kostenübernahme beim Scheitern der Adoption lag vor

Das Paar lernte das Kind in einem thailändischen Kinderheim kennen und nahm es trotz Bedenken mit nach Deutschland. Sowohl vor thailändischen als auch deutschen Behörden unter­schrieben sie Erklärungen, dass im Falle des Scheiterns der Adoption das Jugendamt zwar eine alternative Unter­bringung organisiere, die Kosten dafür aber das Paar übernimmt

Jugendamt erstellte Rechnung für Unterbringung in einer Wohneinrichtung

Nach nur vier Wochen gab das Paar wegen des auffälligen Verhaltens des Kindes auf und übergab es dem Jugendamt. Die Kosten von über 100 Euro pro Tag in einer Wohn­einrichtung wurden dem Paar in Rechnung gestellt. Eine Pflicht, die auch für die nächsten sechs Jahre gelte. Das Paar klagte, dass das Kind aufgrund seines Verhaltens erst gar nicht hätte vermittelt werden dürfen.

Klage scheiterte: Wutanfälle des Kindes waren bekannt

Das Paar hätte das Kind eines drogen­abhängigen Vaters in Thailand mehrere Tage selbst kennen gelernt. Anspucken, Treten, Beißen und Schreien hätten die Kläger nicht davon abgehalten, es mit nach Deutschland zu nehmen. So könnten sie sich jetzt nicht auf die „Wutanfälle des Kinds“ berufen. Auch über die Haftung sei aufgeklärt worden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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