wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Schadensersatzrecht | 03.01.2019

Absicherung einer Bau­maßnahme

OLG München: General­unternehmer und Eigentümer haften für Schäden auf Baustelle

Über­tragung der Versicherungs­pflicht auf Auftrag­nehmer führt nicht zum völligen Wegfall der Verkehrs­sicherungs­pflicht des Auftrag­gebers

(Oberlandesgericht München , Urteil vom 26.09.2018, Az. 7 U 3118/17)

Wer sich auf einer Baustelle verletzt, kann unter Umständen vom Grund­stücks­eigentümer Schaden­ersatz fordern. Denn der Eigentümer hat eine Verkehrs­sicherheits­pflicht. Doch gilt das auch dann, wenn der Eigentümer einen General­unternehmer für die Arbeiten beauftragt hat?

Werbung

Ein Eigentümer muss sicher­stellen, dass von seinem Grundstück keine Gefahren ausgehen. Diese sogenannte Verkehrs­sicherheits­pflicht entfällt auch dann nicht vollständig, wenn der Eigentümer einen General­unternehmer für Bauarbeiten beauftragt hat. Er muss auch dann seinen Kontroll­pflichten nachkommen, also die Sicherheit der Baustelle überwachen. Das geht aus einer Entscheidung des Ober­landes­gerichtes München hervor (Az.: 7 U 3118/17).

Schadensersatzforderung nach Unfall durch Sturz in Baugrube

Im verhandelten Fall war ein Mensch nachts in eine Grube gestürzt. Das Loch befand sich im Innenhof eines Grund­stücks und war nur mit einem Flatterband abgesperrt. Der Unfall­versicherer machte Schaden­ersatz­ansprüche gegenüber dem General­unternehmer und dem Grund­stücks­eigentümer geltend. Die Beklagten stritten eine Haftung ab, allerdings zu Unrecht, wie die OLG-Richter entschieden.

Flatterleine genügt nicht zur Absicherung

Denn der General­unternehmer haftet laut dem Urteil, weil er seine Verkehrs­sicherungs­pflicht schuldhaft verletzt und die Grube nicht ausreichend gesichert hatte. Auch den Eigentümer treffe eine eigene Verkehrs­sicherungs­pflicht. Diese könne er zwar delegieren, sie entfällt dadurch aber nicht völlig. Der Eigentümer müsse als Auftrag­geber den General­unternehmer überwachen und instruieren. Beide Beklagten seien dazu verpflichtet, notwendige und zumutbare Maßnahmen zu treffen, um andere vor Schäden zu bewahren - und eine Flatter­leine reiche nicht, um einen metertiefen Graben in einem Hof abzusichern.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6103

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6103
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!