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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 03.06.2019

Unfall mit Tempo 200

OLG Nürnberg: Ablenkung durch Infotainment­system bei Tempo 200 stellt grobe Fahrlässigk­eit dar

Vereinbarte „Haftungs­frei­stellung“ schließt Haftung des Fahrers wegen Unfall durch grober Fähr­lässigkeit nicht aus

(Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil vom 02.05.2019, Az. 13 U 1296/17)

Wer bei 200 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn das Informations­system des Wagens bedient, der handelt grob fahrlässig. Dies hat das Oberlandes­gericht Nürnberg (OLG) entschieden und den Autofahrer nach einem Unfall zur anteiligen Zahlung von Reparatur­kosten verurteilt. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, hatte der Fahrer einen Luxuswagen angemietet. Er hatte zwar im Fall eines Schadens eine Haftungs­beschränkung ohne Selbst­beteiligung vereinbart, trotzdem muss der Mann nun zahlen (Az. 13 U 1296/17).

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Fahrer muss knapp 12.000 Euro zahlen

Die Auto­versicherung hatte den Mieter verklagt, nachdem der Fahrer bei Tempo 200 auf der Überhol­spur das Infosystem des Autos benutzt hatte und deswegen von der Fahrbahn abkam. Der Wagen stieß in die Mittelleit­planke und wurde stark beschädigt. Die Versicherung wollte die Hälfte des Schadens ersetzt haben, nach dem Urteil muss der Fahrer nun knapp 12.000 Euro zahlen. Das OLG hob damit eine Entscheidung des Land­gerichtes Nürnberg-Fürth auf, das dem Fahrer Recht gegeben hatte.

Besondere Konzentration bei Überschreitung der Richtgeschwindigkeit erforderlich

In der neuen Instanz betonten die Richter, dass der Fahrer die verkehr­serforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt habe. „Der Anhalteweg und die kinetische Energie bei einer Kollision sind gegenüber einer Geschwindigkeit von 130 km/h mehr als verdoppelt.“ In nahezu allen anderen Staaten der Welt seien derartige Geschwindigkeiten auf öffentlichen Straßen verboten, da schon minimale Fehler zu schweren Unfällen führen könnten. Wer die Richt­geschwindigkeit von Tempo 130 überschreite, müsse sich besonders auf das Fahren konzentrieren, betonten die Richter.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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