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Familienrecht | 25.02.2019

Auskunfts­anspruch

OLG Oldenburg: Ex-Partner hat Anspruch auf Auskunft über Spar­vermögen eines Kindes

Gemeinsames Sorgerecht begründet Auskunfts­anspruch

(Oberlandesgericht Oldenburg, Beschluss vom 29.01.2018, Az. 4 WF 11/18)

Jahrelang wurde Geld auf das Konto des gemeinsamen Kindes eingezahlt. Da kann auch nach der Trennung der Eltern der eine Ehegatte vom anderen Informationen über den Verbleib der Ersparnisse des Kindes verlangen - aber nur wenn es ein gemeinsames Sorgerecht gibt. Dies geht aus einem Urteil des Ober­landes­gerichts Oldenburg hervor (Oberlandesgericht Oldenburg, Beschluss vom 29.01.2018, Az. 4 WF 11/18).

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Vater verlangt Auskunft über Verbleib des Sparvermögens des Kindes

Im konkreten Fall lebte der neun­jährige Sohn nach der Trennung der Eltern bei der Mutter. Der Vater verlangte Auskunft über den Verbleib des Spar­vermögens des Jungen von über 15.000 Euro. Als sich die Ehefrau weigerte, wollte der Ehemann die Auskunft gerichtlich einfordern.

OLG bejaht Auskunftsanspruch aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts

Nach Auffassung des Gerichts hat der Vater Anspruch auf Auskunft. Durch das gemeinsame Sorgerecht sei bei allen Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung ein gegen­seitiges Ein­vernehmen erforderlich. Darunter falle auch die Vermögenssorge. Erst daraufhin teilte die Mutter mit, dass sie das Geld auf ein neues Sparkonto eingezahlt hatte.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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