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Familienrecht, Scheidungsrecht und Tierrecht | 23.01.2019

Tierwohl

OLG Oldenburg: Keine Herausgabe eines „Scheidungs­hundes“ zwei Jahre nach Trennung

Trennung von Herr und Hund ist mit dem Tierwohl nicht vereinbar

(Oberlandesgericht Oldenburg, Beschluss vom 16.08.2018, Az. 11 WF 141/18)

Geht eine Beziehung in die Brüche, geht es oft nicht nur um Hab und Gut, sondern auch die Frage: Wer bekommt den Hund nach der Scheidung? Hierbei ist das Tierwohl ausschlaggebend, wie ein Urteil des Ober­landes­gerichts Oldenburg zeigt (Az.: 11 WF 141/18). Der Hund sollte daher bei demjenigen bleiben, der sich um das Tier hauptsächlich kümmert, es pflegt und versorgt.

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Ehefrau verlangt nach Trennung Herausgabe des Hundes

Im konkreten Fall ging es um eine gemeinsame Hündin, die nach der Trennung eines Ehepaares beim Ehemann lebte. Rund zwei Jahre nach der Trennung verlangte die Frau von ihrem Ex jedoch die Herausgabe der Hündin.

Trennung des Hundes vom Ehemann mit Tierwohl nicht vereinbar

Auch wenn ein Hund rechtlich zum Hausrat gehört, müsse man berücksichtigen, dass er ein Lebewesen sei. Man müsse daher „das gesetz­geberische Bekenntnis zum ethisch fundierten Tierschutz“ berücksichtigen, machten die Richter geltend. Ihre Begründung: Hunde bauen Beziehungen zu Menschen auf und können unter dem Verlust eines Menschen leiden. Daher sei entscheidend, wer die Hauptperson für die Hündin sei, wer sie versorge und pflege. Das sei hier der Mann, bei dem das Tier nun seit mehr als zweieinhalb Jahren lebe. Eine Trennung von Herr und Hund sei daher mit dem Tierwohl nicht vereinbar.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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