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Kaufrecht und Vertragsrecht | 21.12.2018

Wohnungs­kauf

OLG Stuttgart: Verkäufer haftet für falsche Flächenangaben

18.000 Euro Schadens­ersatz wegen falscher Flächenangaben beim Wohnungs­kauf

(Oberlandesgericht Stuttgart, Urteil vom 20.12.2018, Az. 14 U 44/18)

Weil eine Wohnung kleiner war als im Kaufvertrag angegeben, hat das Oberlandes­gericht Stuttgart den Käufern 18.000 Euro Schaden­ersatz zugesprochen. Der beklagte Sohn des Eigen­tümers hatte die Wohnung im Raum Stuttgart zunächst mit 98 Quadrat­metern ausgeschrieben, wie das Gericht mitteilte. Später habe er die Größe auf 89 Quadrat­meter korrigiert - tatsächlich sei die Wohnung nur rund 78 Quadrat­meter groß gewesen.

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Kläger hat Anspruch auf Vertrauensschaden

„Wer ohne konkrete Anhalts­punkte Angaben über die Wohnungs­größe ins Blaue hinein macht und seine Un­gewissheit darüber nicht offenbart, handelt schuldhaft und beeinflusst dadurch das Kauf­verhalten“, hieß es zur Urteils­begründung. Daher könnten die Kläger einen sogenannten Vertrauens­schaden verlangen - also den Betrag, um den sie die Wohnung zu teuer erworben haben.

Revision nicht zugelassen

Mit dem Urteil bestätigte das Oberlandes­gericht eine Entscheidung des Land­gerichts Stuttgart. Der beklagte Sohn war mit einer Berufung gescheitert, eine Revision ist nicht zugelassen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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