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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 18.12.2020

Unfall

Parallel zum Überholen angesetzt: Geteilte Schuld bei Unfall

Haftungs­verteilung von 2/3 zu 1/3 zugunsten des Autofahrers

(Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 12.10.2020, Az. 12 U 885/19)

Das Überholen sorgt stets für ein erhöhtes Risiko auf den Straßen. Wer aber haftet, wenn zwei Fahrzeuge gleich­zeitig aus einer Kolonne heraus überholen wollen und dabei kollidieren?

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Wer auf der Straße überholen will, muss erhöhte Sorgfalt an den Tag legen. Kollidieren zwei Fahrzeuge in einer Kolonne, weil sie gleich­zeitig zum Überholen ansetzen, kommt es auf die Gesamt­situation an, ob die Rückschau­pflicht eines Beteiligten schwerer wiegt als ein Überholv­organg bei unklarer Verkehrs­lage. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts (OLG) Koblenz (Az.: 12 U 885/19).

Paralleler Überholvorgang mit Folgen

Im verhandelten Fall war ein Auto besonders langsam auf einer Landstraße unterwegs. Ein Überholen war aufgrund von Verbots­zeichen und auch wegen der geografischen Gegebenheiten nicht möglich. Es bildete sich eine Kolonne aus einem zweiten Pkw und zwei Motor­rädern.

Als die Kolonne auf eine andere Straße abbog, ergab sich eine Möglichkeit zum Überholen. Diese wollten die Biker nutzen und setzten zum Überholen an. Der zweite Personen­wagen machte das ebenfalls - und zwar in dem Moment, in dem die Motorräder auf seiner Höhe fuhren.

Es kam zum Unfall, und einer der Motorrad­fahrer verlangte Schmerzens­geld und Schaden­ersatz vom Autofahrer, in dem er den Unfall­verursacher sah. Denn der Autofahrer habe das Überholen begonnen ohne sich zu vergewissern, dass von hinten keine Fahrzeuge kommen. Die Auto­versicherung dagegen bezichtigte den Biker bei unklarer Verkehrs­lage überholt zu haben und verweigerte die Zahlung.

Gericht fordert Sorgfalt von allen Beteiligten

Die Sache ging vor Gericht, und das sah die Schuld zu zwei Dritteln beim Motorrad­fahrer. Denn dieser hätte damit rechnen müssen, dass auch das Auto bei nächster Gelegenheit zum Überholen ansetzte.

Allerdings habe auch der Autofahrer nicht die erforderliche erhöhte Sorgfalts­pflicht aufgebracht, befand das OLG: Mit einem Schulter­blick hätte er die Motorrad­fahrer erkennen können. Somit entfiel aufgrund der Gesamt­umstände ein Drittel der Schaden­verteilung auf ihn.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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