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Haftungsrecht und Verkehrsrecht | 05.03.2021

Schmerzens­geld

Pferd vs. Radfahrer: Wer zahlt nach Sturz der Radlerin?

Kein Anspruch auf Schmerzens­geld wegen Mit­verschuldens

(Landgericht München I, Urteil vom 19.10.2020, Az. 19 O 6004/20)

Gegen­seitige Rücksicht­nahme gilt im Straßen­verkehr - natürlich auch, wenn sich eher ungewöhnliche Verkehrs­teilnehmer wie Reiter darin bewegen. Doch wie viel Abstand zum Pferd müssen Über­holende halten?

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Auch wer als Radler einen Reiter im Straßen­verkehr überholen will, sollte dabei einen Mindest­abstand von in der Regel 1,5 bis 2 Metern zum Pferd einhalten. Wer diesen stark unterschreitet, hat nach einem Unfall kein Anspruch auf Schmerzens­geld. Das zeigt ein Urteil (Az.: 19 O 6004/20) des Land­gerichts München I.

Schwere Verletzung nach dem Sturz

Im konkreten Fall fuhr eine Radlerin auf einem Gehweg. Sie näherte sich einem Reiter, der mit seinem Pferd ebenfalls auf dem Gehweg unterwegs war. Für beide war der Gehweg allerdings nicht freigegeben. Die Radlerin klingelte und überholte im Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern das Pferd. Sie berührte dabei allerdings einen leicht erhöhten Randstein links vom Gehweg und stürzte.

Ein Ober­schenkel­hals­bruch war die Folge, weswegen sie in der Folge vom Reiter unter anderem Schmerzens­geld von 25 000 Euro forderte. Ein Streit entwickelte sich darüber, ob das Pferd beim Überholv­organg nach links zog, weswegen die Frau in Richtung Randstein ausweichen musste. Die Sache kam vor Gericht.

Beide nutzten den Radweg verbotenerweise

Ohne Erfolg für die Radlerin. Das Gericht kam zu keinem Ergebnis bei der Frage, welche der Parteien plausibler argumentierte und am Ende glaub­würdiger war. Aber die Radlerin hätte eine Schuld des Reiters beweisen müssen, was sie nicht konnte. Zudem wäre es auch nicht entscheidend gewesen, dass dieser verbotener­weise auf dem Gehweg ritt. Der Umstand hatte laut Gericht keine Auswirkung auf die Unfall­ursache. Außerdem radelte die Klägerin dort ebenfalls. So hätte sie sich nicht auf einen Verkehrs­verstoß berufen können.

Bei Überholvorgang mindestens 1,5 bis 2m einzuhalten

Allerdings wog ihr Mit­verschulden schwer beim Umstand, dass sie den Mindest­abstand beim Überholen stark unter­schritt. In der Regel wäre zu Pferden als auch zu Radfahrern mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand zu halten. Denn so könne auf plötzliche Reaktionen des Tieres oder Seiten­schlenker eines Radfahrers reagiert werden. Nur 30 bis 40 Zentimeter genügten nicht, so das Gericht.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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