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Steuerrecht | 05.07.2018

Weiter­verkauf von Eintritts­karten

Privater Ticket­verkauf: Gewinne sind meist steuerfrei

Regelmäßiger oder gewerblicher Verkauf von Karten unterliegt jedoch der Steuer­pflicht

(Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 2.3.2018, Az. 5 K 2508/17)

Wer Eintritts­karten zu einer Veranstaltung privat weiter­verkauft, braucht den Gewinn nicht zu versteuern. Das geht zumindest aus einer Entscheidung des Finanz­gerichts Baden-Württemberg hervor (Az.: 5 K 2508/17). Die Entscheidung ist noch nicht rechts­kräftig.

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Relevant ist das Urteil vor allem für hoch­preisige oder mehrere Tickets, die mit einem Gewinn von 600 Euro und mehr verkauft werden. „Denn ab dieser Grenze müssen Gewinne aus sogenannten Spekulations­geschäften versteuert werden“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Ob es sich beim privaten Weiter­verkauf von Eintritts­karten aber überhaupt um ein Spekulations­geschäft handelt, ist umstritten.

Champions-League-Finale ohne deutsche Beteiligung

Der spätere Kläger des zugrunde liegenden Falls hatte geplant, sich gemeinsam mit seinem Sohn das Champions-League-Finale 2015 in Berlin anzusehen. Er hatte für das Spiel Karten für 330 Euro gekauft. Nachdem jedoch feststand, dass das Finale ohne deutsche Beteiligung stattfinden würde, entschloss sich der Kläger zum Verkauf der Karten.

Kläger ging von steuerfreiem Veräußerungsgeschäft aus

Der Verkauf erfolgte über eine Ticket­plattform und brachte einen Veräußerungs­erlös von rund 2.900 Euro, abzüglich der gezahlten 330 Euro, entstand für den Kläger also ein Gewinn von knapp 2.600 Euro. Der Kläger ging von einem steuer­freien Veräußerungs­geschäft aus und gab dies so in seiner Einkommen­steuer­erklärung an. Das Finanzamt besteuerte aber den Gewinn aus dem Ticket­verkauf, was der Kläger nicht hinnehmen wollte und beim Finanz­gericht Klage einreichte.

FG bewertet Verkaufsgewinn als steuerfrei

Das Finanz­gericht stellte sich auf die Seite des Fußb­allfans und behandelte den Verkaufs­gewinn als steuerfrei. Gegen das Urteil hat das Finanzamt beim Bundes­finanz­hof Revision eingelegt, so dass dieser nun abschließend entscheiden muss (Az.: IX R 10/18).

Was Betroffene jetzt tun sollten

„Wer Tickets privat weiter­verkauft, sollte den Ausgang des Verfahrens daher im Auge behalten“, rät Isabel Klocke. Das Urteil dürfte nicht nur für den Verkauf von Eintritts­karten für Sporter­eignisse relevant sein, auch der private Verkauf von Konzert­tickets wird darunter fallen. Wichtig: In dem Fall ging es um den einmaligen Weiter­verkauf von hoch­wertigen Eintritts­karten. Wer regelmäßig oder gewerblich mit Karten handelt, hat für diesen Gewinn Steuern zu zahlen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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