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Schadensersatzrecht | 01.07.2022

Schmerzens­geld

Putzmittel in Limo-Flasche: Laden­besitzer haftet für Vergiftung

An­spruch auf Schmer­zens­geld wegen Verletzung Verkehrs­sicherungs­pflicht

(Landgericht Köln, Urteil vom 13.05.2022, Az. 12 O 459/19)

Ein Laden­besitzer hat in einer Limo-Flasche ein ätzendes Mittel aufbewahrt und muss nun für die schwere Vergiftung eines Freundes haften. Das hat das Landgericht in Köln entschieden (Az.: 12 O 459/19).

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Der Freund des Laden­besitzers hatte die Flasche im Kühl­schrank entdeckt, sich ein Glas eingefüllt und in einem Zug aus­getrunken. Das Putzmittel, eine Ammoniak­lösung namens Salmiak­geist, die der Besitzer zum Reinigen von Platinen verwendet, habe ihm Speise­röhre und Magen verätzt.

Ladeninhaber lehnt jede Haftung ab

Der Freund verklagte den Besitzer der Laden­werkstatt auf 18. 750 Euro Schmerzens­geld und alle Schäden, die er erlitt. Der Laden­besitzer lehnte jede Haftung ab: Er habe die Flasche hinter dem Sofa seiner Werkstatt versteckt. Dort habe sie der Praktikant entdeckt und ohne sein Wissen in den Kühls­chrank gestellt. Außerdem habe sein Freund am Kühls­chrank hinter der Ladentheke nichts zu suchen.

LG: Verkehrssicherungspflicht verletzt

Das Landgericht sah das anders: Der Besitzer der Laden­werkstatt habe seine Verkehrs­sicherungs­pflicht verletzt. Er hätte Vor­kehrungen dafür treffen müssen, damit Dritte die Chemikalie nicht trinken. Das Versteck hinter dem Sofa sei kein ausreichender Schutz.

Opfer trifft Mitverschulden

Nach der Vernehmung eines Zeugen war das Gericht davon ausgegangen, dass der Freund des Laden­besitzers sich sehr wohl selbst am Kühls­chrank bedienen durfte. Dem Opfer wurde aber eine geringe Mitschuld attestiert: Der Kläger hätte die farblose, nicht perlende Flüssigkeit aus der bereits geöffneten Glasflasche trotz des Limonaden­etiketts nicht einfach ungeprüft trinken dürfen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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