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Verbraucherrecht | 26.04.2019

Zahl­methoden

Reiseportal darf für Zahlungen per Kreditkarte und Sofort­überweisung keine Gebühren verlangen

Verbot von Entgelten für gängige Zahlungs­arten darf nicht mit Rabatten für bestimmte Kredit­karten umgangen werden

Ein Reiseportal darf für die Zahlung per Sofort­überweisung, Giropay und Kreditkarte keine Gebühren kassieren. Das hat das Landgericht Berlin in einem Urteil bestätigt (Az.: 52 O 2423/18). Das Verbot von Entgelten für gängige Zahlungs­arten darf nicht mit angeblichen Rabatten für bestimmte Karten umgangen werden.

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Nach der EU-Zahlungs­dienste­richtlinie sind seit Anfang 2018 Gebühren für die Bezahlung mit Sepa-Über­weisungen, Sepa-Last­schriften und Kredit- und Girokarten verboten.

Gebühren von gut 40 Euro bei Buchung mit gängigen Bezahlarten

In dem verhandelten Fall wollte das Portal diese Vorgabe umgehen, indem es einen vermeintlichen Rabatt auf die Zahlung mit einer seltenen Kreditkarte anbot - diese Karte war als Zahlungs­mittel voreingestellt. Wer dagegen am Ende der Buchung eine der gängigen Bezahlarten wählte, musste gut 40 Euro mehr für den Flug zahlen.

Gezeigter Flugpreis darf nicht nur mit einer wenig verbreiteten Zahlkarte gelten

Das Landgericht Berlin folgte der Argumentation des Unternehmens nicht. Ein Kunde rechne nicht damit, dass der anfangs gezeigte Flugpreis nur mit einer wenig verbreiteten Zahlkarte gelte.

Quelle: dpa/DAWR/kg
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