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Strafrecht | 20.02.2018

Geldstrafe

Rekord­geldstrafe: Mann wegen Diebstahls im Supermarkt zu Geldstrafe von 208.000 Euro verurteilt

Kalbsleber als Obst an Selbst­bedienungs­kasse abgerechnet

(Amtsgericht München , Urteil vom 10.01.2018, Az. 864 Ds 238 Js 223135/17)

Weil er für die Kalbsleber nicht den richtigen Preis an der Kasse zahlte, ist ein Mann vom Münchner Amtsgericht zu einer Rekord­geldstrafe von 208.000 Euro verurteilt worden.

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Der 58-Jährige war im Dezember 2017 bei dem Diebstahl in einem Supermarkt in München-Haidhausen erwischt worden, wie das Gericht mitteilte. Der Mann gab zu, bereits zum vierten Mal in dem Monat Kalbsleber in eine Obsttüte umgepackt zu haben, um sie an einer Selbst­bedienungs­kasse als billigeres Produkt abzurechnen.

Diebstahl trotz monatlicher Einkünfte von mindestens 24.000 Euro

Laut Gericht verfügt der Mann über monatliche Einkünfte von mindestens 24.000 Euro. Dies legte der Richter bei der Bemessung Geldstrafe am 10. Januar zugrunde.

Das Kalbsleber-Urteil ist rechtskräftig

Der Mann, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde wegen der hohen Straf­erwartung in Untersuchungs­haft genommen. Ein Motiv für seine Diebstähle im Wert von 13 bis 47 Euro konnte er nicht nennen. Für die Justiz ist der Ladendieb kein un­beschriebenes Blatt. Er wurde unter anderem schon wegen Steuer­hinter­ziehung zu Freiheits­strafen und einer Geldstrafe von 400.000 Euro verurteilt.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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