wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht | 03.04.2019

Urlaub bei Krank­schreibung

SG Karlsruhe: Kranken­kasse darf Krankengeld während Auslands­urlaub nicht verweigern

Kranken­kasse muss möglichen Vorteile eines Erholungs­urlaubs für Versicherte berücksichtigen

(Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 20.02.2018, Az. S 4 KR 2398/17)

Krank­geschrieben und trotzdem in den Urlaub fahren? Das ist durchaus möglich. Sogar der Anspruch auf Krankengeld kann in so einem Fall bestehen bleiben.

Werbung

Wer krank ist, kann Krankengeld erhalten. Dies gilt auch für jemanden, der während der Krank­schreibung in Urlaub fährt. Voraussetzung ist, dass die Arbeits­unfähigkeit durchgängig bescheinigt wird. Der behandelnde Arzt darf außerdem keine Bedenken gegen den Auslands­urlaub haben. So eine Entscheidung des Sozial­gerichts Karlsruhe (Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 20.02.2018, Az. S 4 KR 2398/17).

Krankenkasse verweigert Krankengeldzahlung während des Auslandsurlaubs

In dem verhandelten Fall bezog ein Mann Krankengeld von seiner gesetzlichen Kranken­kasse. Da er bereits vor seiner Erkrankung Urlaub gebucht hatte, fragte er nach, ob er für einen Erholung­surlaub mit seiner Familie für knapp zwei Wochen in ein Ferienhaus an der Mittelmeer­küste fahren könne. Dabei legte er eine Bescheinigung seines Arztes über seine Reise­fähigkeit vor. Auch waren für diesen Zeitraum keine Arzttermine geplant. Die Kranken­kasse wollte jedoch für den Auslands­urlaub kein Krankengeld zahlen. Sie verwies unter anderem darauf, dass eine positive Auswirkung des Urlaubs auf die Genesung nicht gesichert sei.

Krankenkasse handelte hier „ermessensfehlerhaft“

Der Mann setzt seine Ansprüche auf Krankengeld beim Sozial­gericht durch. Die Kranken­kasse habe ihr Ermessen fehlerhaft ausgeübt, befand das Gericht. Sie hätte die möglichen Vorteile eines Erholungs­urlaubs für den Kläger besser berücksichtigen müssen. Auch habe die Kranken­kasse nicht beachtet, dass der Urlaub schon vor der Arbeits­unfähigkeit gebucht war.

Arbeitsunfähigkeit wurde bereits in Deutschland durchgängig bescheinigt

Zwar gebe es Vorschriften für die Nicht­zahlung von Krankengeld bei einem Auslands­urlaub. Zweck dieser Vorschrift sei es aber, eine ungerechtfertigte Inanspruch­nahme von Krankengeld in den Fällen zu verhindern, in denen die Arbeits­unfähigkeit im Ausland nur mit Schwierig­keiten fest­gestellt werden könne. Im vorliegenden Fall sei der Mann aber schon in Deutschland Krank­geschrieben worden. Daher bleibe für eine Ablehnung durch die Kranken­kasse kein Raum mehr.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6366

Rechtsanwalt Gerd Klier

Behinderten­ausweis

Behinderten­ausweis: Bestimmung des Grades der Behinderung

RechtsanwaltGerd Klier

[14.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternUm einen Behinderten­ausweis zu erhalten, ist ein Grad der Behinderung (GdB) in Höhe von 50 von Hundert erforderlich. Dieser wird umgangssprachlich häufig als GdB 50 % bezeichnet.

Abfindungs­vereinbarung

Abfindung nach Kündigung: Anwalts­kosten nicht auf Entlassungs­entschädigung aufschlagen

RechtsanwaltThorsten Blaufelder

[13.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternÜbernimmt der Arbeitgeber im Zuge einer Abfindungs­vereinbarung auch die Anwalts­kosten des Arbeit­nehmers, sollten die Parteien dies gesondert regeln.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Kündigung

Ist eine Kündigung wegen Krankheit möglich?

RechtsanwaltGuido Lenné

[12.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEine krankheits­bedingte Kündigung ist eine Kündigung, die der Arbeitgeber wegen erheblicher krankheits­bedingter Vertrags­störungen ausspricht. Das kann der Fall sein, wenn der Arbeit­nehmer aufgrund seiner Erkrankung den Arbeits­vertrag künftig nicht mehr erfüllen kann.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Kranken­versicherung

Private Kranken­versicherung: Beitrags­erhöhungen können unwirksam sein

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[11.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie private Kranken­versicherung ist ein ganz besonderes Versicherungs­verhältnis, weil dieses für den Versicherer grund­sätzlich ordentlich unkündbar ist und auch der Versicherte faktisch den Versicherungs­vertrag nur sehr schwer beenden kann, weil Beitrags­rück­stellungen für spätere Versicherungs­jahre gebildet worden sind. Beide Seiten sind also relativ stark aneinander gebunden.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Technischer Betriebs­leiter

Meister­betrieb ohne Meister - geht das?

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[07.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMeister­betrieb ohne Meister – und nun?

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Abgas­skandal

OLG Karlsruhe: Kein Nutzungs­ersatz trotz Neulieferung

RechtsanwaltMarcel Seifert

[06.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternImmer wieder hat VW im Abgas­skandal versucht, durch großz­ügige Angebote verbraucher­freundliche Entscheidungen durch Oberlandes­gerichte zu verhindern. Doch diesmal ging die Taktik nicht auf.

Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Arbeit­nehmer-Rechte

Hitzefrei im Büro? Nur im Ausnahmefall

RechtsanwaltThilo Seelbach, LL.M.

[05.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternLaut Arbeits­stätten-Regelung soll die Temperatur in Arbeitsräumen 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Auch wenn der Arbeitgeber bei großer Hitze zum Einschreiten verpflichtet ist: Zu viel Hoffnung auf ein Hitzefrei sollten sich Arbeit­nehmer nicht machen.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

„Bürger-Info DIN A4-Folder Umwelt­schutz“: Verlags­service MBH UG erstellt Rechnung in Sachen BDN Media

RechtsanwaltRobert Binder

[04.06.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternRechnung wegen Anzeigen­auftrags mit BDN Media

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6366
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!