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Sozialrecht | 09.10.2019

Arbeits­unfall

SG Stuttgart: Verletzung wegen Niesanfalls im Auto stellt keinen Arbeits­unfall dar

Weder ein Niesanfall noch ein Griff nach Taschen­tüchern stellt einen auf das „Zurück­legen des Weges gerichtete Verrichtung“ dar

(Sozialgericht Stuttgart, Bescheid vom 30.07.2018, Az. S 12 U 327/18)

Bei der Frage, was als Arbeits­unfall gewertet wird, sind oft Details entscheidend. Ein Unfall wegen eines Niesanfalls im Auto ist kein Kriterium für den Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung.

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Wer mit seinem Auto zur Arbeit fährt, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung. Hat er einen Unfall, gilt das in der Regel als Arbeits­unfall. Die Ursache des Unfalls muss aber mit dem Zurück­legen des Arbeitswegs in Zusammenhang stehen. Das zeigt ein Bescheid (Az: S 12 U 327/18) des Sozial­gerichts Stuttgart. Der Schutz besteht entsprechend nicht, wenn man infolge eines Niesanfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und sich verletzt.

Niesanfall führte zum Rippenbruch

Im dem Fall ging es um einen Landschafts­gärtner, der mit seinem Lkw auf dem Weg vom Gartenlager zu seiner Wohnung war. Bei einem Niesanfall griff er nach einem Taschentuch auf dem Armaturen­brett und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er hatte einen Unfall und brach sich eine Rippe. Der Mann war der Meinung, es liege ein Wegeunfall vor, da er sich auf dem unmittelbaren Weg zwischen Arbeitsort und Wohnung befand.

Gartenarbeit war nicht der Grund für Niesanfall

Das Sozial­gericht entschied anders. Der Kläger habe zwar grund­sätzlich unter Versicherungs­schutz gestanden, da er sich auf dem unmittelbaren Weg befunden habe. Bei einem Arbeits­unfall müsse aber das konkrete Handeln zur Fort­bewegung auf dem Weg zur oder von der versicherten Tätigkeit gehören, so die Argumentation.

Niesanfall als Folge der Tätigkeit konnte mangels medizinischer Befunde nicht festgestellt werden

Dies sei hier nicht der Fall. Weder ein Niesanfall noch ein Griff nach Taschen­tüchern stelle einen auf das „Zurück­legen des Weges gerichtete Verrichtung“ dar. Dass er den Niesanfall aufgrund seiner Arbeit im Gartenlager gehabt habe, habe man mangels medizinischer Befunde nicht feststellen können. Der Mann hat damit keinen Anspruch auf den erhöhten Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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