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Schadensersatzrecht | 12.07.2019

Sturz in Berghütte

Schadensersatz nach Sturz in die Tiefe - Ausflug in die Berghütte endet mit Quer­schnitts­lähmung

Berghüttenbetreiber und Alpenverein zum Schadens­ersatz verurteilt

Es sollte ein schöner Ausflug in die Berge werden - doch für einen Münchner endete der Besuch auf einer Hütte in Bayern mit einer Quer­schnitts­lähmung.

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Der Mann war im Oktober 2016 nachts angetrunken durch eine Fluchttür auf eine Plattform ins Freie gelangt und dreieinhalb Meter in die Tiefe auf eine Steinmauer gestürzt. Seither sitzt der Mann im Rollstuhl. Das Landgericht München II sprach ihm Schaden­ersatz zu.

Betreiber der Hütte und Alpenverein haften zu 60 %

Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass der Betreiber der Hütte bei Benedikt­beuern und die betreffende Sektion des Deutschen Alpen­vereins (DAV) dem Kläger 60 Prozent aller aus dem Unfall resultierenden Schäden zu ersetzen haben.

LG sieht Mitschuld beim Kläger

Das Gericht sah aber auch ein Mit­verschulden des Klägers: Der Mann sei alkoholisiert gewesen und habe die Kenn­zeichnung als Fluchttür nicht beachtet. Auch habe er nicht bemerkt, dass die Türe einen anderen Öffnungs­mechanismus hatte. Zudem sei auf Berghütten nicht der gleiche Sicherheits­standard zu erwarten wie im Tal.

Fehlende Absturzsicherung stellt eklatanten Sicherheitsmangel dar

Doch auch auf der Hütte habe es Versäumnisse gegeben. Dass es an der Plattform keine Absturz­sicherung gab, wertete das Gericht als eklatanten Sicherheits­mangel. Der Fluchtweg berge damit das Risiko eines Sturzes auf die Steinmauer, für den die Betreiber einstehen müssten. Denn auch in einem Notfall bestehe die Gefahr, dass sich Flüchtende bei Dunkelheit, Qualm und Panik verletzen könnten. Auch wer nicht vor einem Brand flüchte, müsse nicht mit einem solchen Sicherheits­mangel rechnen. Hinzu komme, dass es in der Vergangenheit an dieser Stelle schon zu Unfällen gekommen war. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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