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Familienrecht | 29.07.2022

Scheidung

Scheidung trotz psychischer Erkrankung eines Ehepartners

Scheidung wird nur aus­nahmsweise wegen damit verbundener psychischer Belastung versagt

(Oberlandesgericht Bamberg, Urteil vom 15.12.2021, Az. 7 UF 211/21)

Darf die Scheidung versagt werden, weil sie für einen Ehepartner als besondere Härte empfunden werden würde? Eine psychische Erkrankung reicht dafür laut einem Urteil jedenfalls nicht automatisch aus.

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Auch wenn ein Ehepartner psychisch krank ist und sich sein Zustand durch eine Scheidung möglicher­weise verschlechtert, kann eine Ehe trotzdem geschieden werden.

Ehefrau möchte nicht geschieden werden

Im konkreten Fall hatte sich ein Ehepaar auf Wunsch der Frau getrennt. Ein Jahr später beantragte der Mann die Scheidung. Die Frau lehnte ab. Sie habe zwar die Trennung gewollt, aber ihr Wunsch sei, dass ihr Mann ihr innerhalb der nächsten drei Jahre beweise, nicht mehr alkohol­abhängig zu sein. Dann könne man über eine neue Lebens­gemeinschaft nachdenken.

Suizidgefahr oder länger Trennungsunterhalt?

Darüber hinaus leide sie an Depressionen und sei grund­sätzlich suizid­gefährdet. Bei einer Scheidung sehe sie noch weniger Perspektiven im Leben, argumentierte die Frau. Der Ehemann vermutete dagegen hinter der Nicht­zustimmung zur Scheidung, dass sie dadurch länger Trennungsunterhalt bekommen wolle.

Die Scheidung fand trotzdem statt

Die Lebens­gemeinschaft sei gescheitert, stellte das Gericht fest. Der Mann wolle die Scheidung, die Frau lehne ja derzeit auch ein Zusammen­leben ab. Härte­gründe lägen auch nicht vor. Für die Ablehnung einer Scheidung kämen nur solche Härten in Frage, die durch die Scheidung selbst entstünden. Eine Härte dagegen, die durch das Scheitern der Ehe verursacht sei, genüge nicht.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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