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Steuerrecht | 21.11.2019

Steuer­freibetrag

Schenken statt vererben: Wie Familien durch Schenkungen Steuern sparen

Zur optimalen Ausnutzung von Frei­beträgen ist auf getrennte Schenkungen zu achten

(Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 20.08.2019, Az. 3 K 123/18)

Schenkt die Großmutter der Enkelin ein Haus, greift ein Steuer­freibetrag. Höher fällt er aus, wenn die Eltern verschenken. Wer sie deshalb zum Sparen als „Mittler“ nutzen will, muss aber aufpassen.

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Familien, die eine Schenkung zwischen Großeltern, Eltern und deren Kindern planen, können die Frei­beträge bei der Schenkung­steuer nutzen. „Für Schenkungen zwischen Kindern und Eltern gilt ein Steuer­freibetrag von 400.000 Euro, während der Freibetrag bei Schenkungen von den Großeltern direkt an die Enkelkinder nur bei 200.000 Euro liegt“, rechnet Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler vor. Bei sehr zeitnahen Weitergaben kann die Form eine wichtige Rolle spielen. Das zeigt eine Entscheidung des Finanz­gerichts Hamburg (Az.: 3 K 123/18).

Übertragung eines Grundstücks durch Kettenschenkung

Im Fall übertrug eine Großmutter mit notarieller Urkunde vom 8. Dezember 2006 ein Grundstück an ihre Tochter. Diese übertrug einen Teil des Grundstücks, ebenfalls mit notarieller Urkunde vom 8. Dezember 2006, auf ihre Tochter und damit die Enkel­tochter der ursprünglichen Schenkerin. Ein vorab von den Großeltern gemeinschaftlich ge­schlossenes Testament sah bereits die Weiter­übertragung des Grundstücks­teils an die Enkel­tochter vor.

Finanzamt: Mutter durch Testament zur Weitergabe verpflichtet

Das Finanzamt vertrat die Auffassung, die Enkelin hätte den Grundstücks­teil direkt von ihrer Großmutter erhalten, so dass lediglich ein Freibetrag von der Schenkung­steuer in Höhe von 200.000 Euro zu berücksichtigen sei. Den Grund hierfür sahen die Finanz­beamten im Testament der Großeltern: Dieses verpflichtete die Mutter zur Weiter­übertragung. Somit liege eine sogenannte Ketten­schenkung vor.

FG: Kettenschenkung ist nicht zulässig

Das sah das Finanz­gericht in diesem Fall anders. Ein Testament, das die Weiter­übertragung vorsieht, reicht nicht aus. Die Richter stellten vielmehr fest, dass es sich um eine freiwillige Weitergabe des Grundstücks­teils der Mutter an ihre Tochter handele, so dass der höhere Steuer­freibetrag von 400.000 Euro gelte.

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Betroffene können sich auf Urteil berufen

Die Revision wurde nicht zugelassen. Betroffene können sich daher direkt auf die Gerichts­entscheidung beziehen, wenn das Finanzamt in vergleichbaren Fällen nur die geringeren Frei­beträge für Schenkungen zwischen Großeltern und Enkel­kindern berücksichtigen will.

Getrennte Schenkung muss erkennbar sein

„Um die Frei­beträge optimal auszunutzen, ist aber wichtig, dass es sich um getrennte Schenkungen handelt“, sagt Isabel Klocke. Das sollte entsprechend dokumentiert werden und aus den notariellen Unterlagen hervorgehen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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