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Mietrecht | 21.02.2019

Schlüssel­übergabe bei Auszug

Schlüssel­übergabe per Briefkasten­einwurf: Mieter sollten Schlüssel nicht ohne Ankündigung zurück­geben

Rückgabe­pflicht durch kommentar­lose Über­sendung der Schlüsse nicht erfüllt

(Landgericht Krefeld, Beschluss vom 27.12.2018, Az. 2 T 27/18, 2 T 28/18)

Nach dem Auszug müssen Mieter alle Schlüssel zurück­geben. Dabei sollten sie sichergehen, dass der Vermieter die Schlüssel auch bekommt. Ansonsten droht juristischer Ärger.

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Nach dem Auszug müssen Mieter die Schlüssel für die Wohnung zurück­geben. Allerdings sollten sie die Schlüssel nicht einfach un­angekündigt zurückschicken, wie ein Urteil des Land­gerichts Krefeld zeigt (Az.: 2 T 28/18). Denn weiß der Vermieter nichts davon und kommen die Schlüssel bei ihm nicht an, gilt die Mietsache noch nicht als zurück­gegeben.

Streit um Schlüsselrückgabe nach Auszug

In dem verhandelten Fall hatte eine Vermieterin ihre Mieter auf Räumung und Herausgabe verklagt. Die Mieter allerdings behaupteten, sie hätten die Wohnung schon weit vor Ablauf der Kündigungs­frist geräumt und die Schlüssel in den Briefkasten der Vermieterin geworfen. Damit die Vermieterin die Schlüssel zuordnen könne, hätten sie diese auch noch mit ihrem Namen versehen. Die Vermieterin hingegen behauptete, bei ihr seien die Schlüssel nie angekommen. Andernfalls hätte sie auch keine Räumungsk­lage erhoben.

Mieter konnten Erfüllung ihrer Rückgabepflicht nicht beweisen

Vor Gericht konnten die Mieter die Rückgabe der Wohnung nicht beweisen. Mit der kommentar­losen Über­sendung der Schlüssel sei die Rückgabe­pflicht nicht erfüllt worden. Die Mieter konnten nicht belegen, dass die Vermieterin tatsächlich Kenntnis von der Zustellung der Schlüssel hatte. Denn sie hätten die Mietsache nicht nur vorzeitig, sondern auch un­angekündigt zurück­gegeben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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