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Mietrecht | 29.07.2020

Schließa­nlage

Schlüssel­verlust kann teuer werden: Wer beim Austausch der Schließ­anlage zahlt

Kosten einer Schließ­anlage sind nur bei konkreter Miss­brauchs­gefahr zu erstatten

(Landgericht München, Urteil vom 18.06.2020, Az. 31 S 12365/19)

Geht ein Schlüssel verloren, ist das ärgerlich. Wenn nun die gesamte Schließ­anlage eines Hauses aus­gewechselt werden muss, kann der Ersatz teuer werden. Wer zahlt dann?

Ein Mieter hat bei Schlüssel­verlust nicht zwangs­läufig die vollen Kosten zu tragen, wenn die Schließa­nlage des Mehr­familien­hauses komplett ausgetauscht werden muss. Das entschied das Landgericht München (Az.: 31 S 12365/19).

Alle vier Schlüssel weg

Im verhandelten Fall hatte ein Mieter alle vier Wohnungs­schlüssel verloren. Knapp drei Jahre zuvor war im Haus eine neue Schließa­nlage eingebaut worden. Der Vermieter tauschte diese nach dem Verlust der Schlüssel aus und forderte die Kosten von fast 2000 Euro komplett vom Mieter zurück.

LG: Vermieter trägt erhebliche Mitschuld

Das Gericht entschied jedoch, dass der Mieter lediglich einen Teil der Kosten zahlen muss - und zwar nur für die Haus­eingangstür und seine eigene Wohnungs­tür. Auch den Vermieter treffe eine erhebliche Mitschuld. Dieser hätte seinen Mieter damals beim Einbau der Zentral­schloss­anlage über den ungewöhnlich hohen Schaden im Fall eines Schlüssel­verlusts aufklären müssen. Der Mieter hätte sich dann mit einer verhältnismäßig günstigen Schlüssel­versicherung absichern können.

Missbrauchsgefahr nicht immer gegeben

Zudem stellte das Gericht klar: Es muss im Einzelfall entschieden werden, wie erheblich die Miss­brauchs­gefahr durch den Verlust der Schlüssel ist - und ob gleich eine ganze Anlage ausgetauscht werden muss. Bei nicht erweiterbaren Anlagen kann zum Beispiel auch ein separates Wohnungs­türschloss eingebaut werden, der Mieter hat dann zwei verschiedene Schlüssel.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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