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Schadensersatzrecht | 25.11.2021

Behandlungs­fehler

Schmerzens­geld für Hirnschaden - wegen fehlender Kreißsaal-Klingel

OLG stuft fehlende Klingel im Kreißsaal als groben Behandlungs­fehler ein

(Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 20.09.2021, Az. 1 U 32/20)

Eine fehlende Klingel im Kreißsaal hat das Oberlandes­gericht Celle in einem Rechts­streit als groben Behandlungs­fehler eingestuft. Damit bestätigten die Richter, dass ein heute acht Jahre altes, schwer hirn­geschädigtes Kind Anspruch auf Schmerzens­geld und Schaden­ersatz hat (AZ: 1 U 32/20).

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In dem Fall hatte eine Hebamme in einem Krankenhaus in Hannover die Mutter nach einer im wesentlichen komplikations­freien Geburt mit dem Baby allein gelassen, um zu „bonden“, wie das Gericht mitteilte. Beim sogenannten Bonding wird das Neugeborene der Mutter auf die Brust gelegt, um durch den Körperk­ontakt die Bindung zu stärken.

Kind nach „Fast-Kindstod“ schwer hirngeschädigt

Der Frau erschien das Baby nach eigener Darstellung kurze Zeit später als „zu ruhig“, sie konnte aber nicht aufstehen und auch niemanden alarmieren, weil es keine Klingel gab. Daher fiel der Hebamme der Zustand des Babys erst etwa 15 Minuten später auf - es litt zu diesem Zeitpunkt unter einer Atem­depression („Fast-Kindstod“) und erlitt trotz Reanimation eine schwere Hirn­schädigung.

Schmerzensgeld in Höhe von 300.000 Euro gefordert

Die Eltern verlangen von der Klinik und der Hebamme ein Schmerzens­geld in Höhe von 300.000 Euro sowie den Ersatz materieller Schäden. Dieser Klage hatte zunächst das Landgericht Hannover stattgegeben.

Nichtzulassungsbeschwerde zum BGH eingelegt

Die eingelegte Berufung wies das OLG Celle mit Urteil vom 20. September zurück. Er ist für Streitig­keiten aus dem Arzt­haftungs­recht zuständig. Die Richter ließen keine Revision zum Bundes­gerichts­hof zu, weil es um keine Rechts­fragen von allgemeiner Bedeutung gehe. Dagegen legten die Beklagten Beschwerde ein. Das Urteil ist deshalb noch nicht rechts­kräftig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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