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Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 25.04.2019

Behandlungs­fehler

Schmerzens­geld nach Behandlungs­fehler: Ärzte müssen auch bei Behandlung von Kollegen präzise Fragen bei Untersuchung stellen

Bei Schäden aufgrund unterlassener Basis­diagnostik besteht Anspruch auf Schadens­ersatz

Ärzte müssen Mediziner­kollegen genau so sorgfältig behandeln wie andere Patienten. Das bedeutet zum Beispiel, dass sie bei der Untersuchung präzise Fragen stellen müssen - und nicht davon ausgehen dürfen, dass der erkrankte Kollege sich diese Fragen schon selbst gestellt haben wird. Das geht aus einem Urteil des Ober­landes­gerichts Celle hervor (Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 09.04.2019, Az. 1 U 66/18).

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Klägerin im zugrunde liegenden Fall war eine niedergelassene Frauen­ärztin, die sich wegen akuter und extremer Kopf­schmerzen an einen Internisten wandte. Dieser untersuchte sie zunächst per Computer­tomographie (CT), was kein Ergebnis brachte, und schickte die Patientin dann ohne weitere Unter­suchungen nach Hause. Noch am gleichen Tag wurde die Frau per Rettungs­wagen ins Krankenhaus eingeliefert, wo die Ärzte einen Hirn­venen­verschluss feststellten.

Verzicht auf weitere Untersuchungen stellt groben Behandlungsfehler dar

Wegen der Folgen der zunächst un­entdeckten Krankheit klagte die Frau auf Schaden­ersatz und Schmerzens­geld - und bekam Recht. Denn mit dem Verzicht auf weitere Unter­suchungen nach dem CT habe der Arzt einen groben Behandlungs­fehler begangen, so das Gericht. Gerade angesichts der extremen Kopf­schmerzen habe der Internist nicht davon ausgehen können, dass die Patientin ihm von sich aus eine vollständige Kranken­geschichte liefert. Entsprechend präzise Fragen zu stellen, sei Aufgabe des behandelnden Arztes - und zwar auch unter Kollegen.

Quelle: dpa/DAWR/kg
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