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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 04.03.2016

Unfall

Schreck­reaktion führt nicht zwingend zu Mitschuld am Unfall

Autofahrer haftet für den gesamten Schaden
(Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 07.01.2015, Az. 9 U 9/14)

Kommt es aufgrund einer Schreck­reaktion zu einem Unfall, trifft den Verursacher meist keine Schuld. Das hat das Oberlandes­gericht Karlsruhe entschieden (Az.: 9 U9/14).

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Fuß­gängerin wurde durch Hundegebell erschreckt und verursachte einen Unfall

In dem verhandelten Fall ging eine Frau am Fahrbahn­rand einer Straße, die keinen Gehweg hat. Als an einem Grundstück plötzlich ein Hund bellte und gegen den Zaun sprang, trat sie einen Schritt zur Seite auf die Fahrbahn. Dabei erfasste sie der Außen­spiegel eines Autos und verletzte sie. Der Autofahrer meinte, dass die Fuß­gängerin ein Mit­verschulden treffe.

Das Gericht entschied: Kein Mit­verschulden des Unfalls wegen Schreck­reaktion

Das sah das Gericht anders. Zwar hätte die Fuß­gängerin nicht auf die Fahrbahn treten dürfen. Es müsse allerdings berücksichtigt werden, dass es sich um eine Schreck­reaktion handelte. Die Frau habe quasi aus Reflex gehandelt. Daher trage sie auch keine Mitschuld. Der Autofahrer musste den gesamten Schaden bezahlen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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[01.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn seinem jetzt veröffentlichten Urteil vom 11.10.2016 hat sich der Bundes­gerichts­hof (BGH) erneut mit einem Wider­rufsfall zu befassen gehabt (Az. XI ZR 482/15). Mit dieser Entscheidung beendet der BGH nach den bereits verbraucher­freundlichen Urteilen vom 12.07.2016 (wir berichteten) erneut eine Reihe von Streit­fragen.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2123
 

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