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Arbeitsrecht | 25.01.2016

Kündigung

Schwerwiegende Pflichtverletzung eines Sicherheitsmitarbeiters rechtfertigt fristlose Kündigung

Wachmann verließ den zu sichernden Arbeitsbereich für einen erheblichen Zeitraum

(Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 09.09.2015, Az. 17 Sa 810/15)

Kommt ein Sicherheitsmitarbeiter seiner Arbeit nicht nach, kann der Arbeitgeber ihm fristlos kündigen. Das gilt zum Beispiel, wenn er den von ihm besonders zu sichernden Bereich für einen erheblichen Zeitraum verlässt. Dies geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 17 Sa 810/15), hervor.

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Wachmann schaltete Zufallsgenerator ab und verließ den Kontrollbereich

In dem verhandelten Fall war der Wachmann einer Sicherheitsfirma damit beauftragt, die Ausgangskontrolle des Produktionsbereichs einer Münzprägeanstalt zu überwachen. Dort war ein Drehkreuz installiert, das durch einen Zufallsgenerator gelegentlich gesperrt wurde. Bei einer solchen zufälligen Sperrung hatte der Wachmann die Aufgabe, die Person zu kontrollieren. Um mit einem anderen Mitarbeiter der Münzprägeanstalt ein privates Gespräch zu führen, schaltete der Wachmann den Zufallsgenerator aus und verließ den Kontrollbereich. Wenige Tage später stellte die Münzprägeanstalt einen Verlust von Gold im Wert von rund 74 000 Euro fest. Die Sicherheitsfirma kündigte das Arbeitsverhältnis fristlos.

Pflichtverletzung des Wachmanns rechtfertigt fristlose Kündigung

Zu Recht, wie das Gericht feststellte. Der Wachmann hatte den zu sichernden Bereich ohne jede Veranlassung für einen erheblichen Zeitraum verlassen. Erschwerend kam hinzu, dass er den Zufallsgenerator ausgeschaltet hatte, statt einen Kollegen herbeizurufen. Er habe damit das besondere Sicherungsinteresse der Münzprägeanstalt verletzt. Diese Pflichtverletzung sei so schwerwiegend, dass die Sicherheitsfirma dem Mann fristlos habe kündigen dürfen.

Gekündigt - was nun?

Wer gekündigt wurde, sollte sich am besten an einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht wenden oder findet Hilfe in unserer „Anwaltsliste zur Thema Kündigung“.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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