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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 11.07.2019

Reise­preis­minderung

Sonder­wunsch nicht erfüllt: LG hält Reise­preis­minderung von 15 % für gerechtfertigt

Nicht­erfüllung von Sonder­wünschen durch Reise­veranstalter kann Reisemangel darstellen

(Landgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 03.04.2019, Az. 2-24 S 162/18)

Wenn ein Pauschal­urlauber im Reisebüro einen Sonder­wunsch äußert und der Veranstalter nicht wider­spricht, muss der Wunsch erfüllt werden. Ansonsten kann der Urlauber den Reisepreis mindern - es liegt dann ein Reisemangel vor. Das zeigt ein Urteil des Land­gerichts Frankfurt am Main (Az.: 2-24 S 162/18).

Wunsch nach separatem Schlafzimmer

Im verhandelten Fall hatte der Kläger für seinen Strand­urlaub im Reisebüro nach einer Juniorsuite mit getrenntem Schlaf- und Wohnbereich gebeten - nach Ansicht des Gerichts ein Sonder­wunsch. Gehe der Veranstalter in der Reise­bestätigung nicht darauf ein, gelte der Wunsch als angenommen. Könne der Wunsch nicht erfüllt werden, müsse der Veranstalter darauf hinweisen.

Sonderwunsch nicht erfüllt: Kläger hat Anspruch auf Preisminderung

Der Kläger bekam entgegen seines ausdrücklichen Wunsches jedoch eine Juniorsuite ohne getrennten Schlaf­bereich. Das Landgericht hielt hier eine Preis­minderung von 15 Prozent für gerechtfertigt.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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