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Haftungsrecht und Verkehrsrecht | 01.07.2022

Auffahr­unfall

Spurwechsel: Bei Auffahr-Crash ist nicht immer der Hintermann Schuld

Voraus­fahrenden trifft Schuld an Auffahr­unfall wegen Verstoß gegen die gesteigerte Sorgfalts­pflicht

(Oberlandesgericht München, Urteil vom 23.03.2022, Az. 10 U 7411/21)

Manchen geht es einfach nie schnell genug. Sie legen verwegene Spurwechsel hin. Doch Überholm­anöver dürfen andere nicht gefährden. Was passiert, wenn das Überholen zu einem Unfall führt?

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Passiert ein Auffahr­unfall kurz nach einem Überholv­organg, kann denjenigen, der überholt hat, die volle Schuld treffen. Nämlich dann etwa, wenn der Auffahrende durch das Überholm­anöver keine Möglichkeit mehr hatte, für einen ausreichenden Sicherheits­abstand zu sorgen. Das zeigt ein Urteil (Az.: 10 U 7411/21) des Ober­landes­gerichts München.

Überholvorgang führte zum Auffahrunfall

In dem Fall hatte ein Mann ein anderes Auto innerorts überholt. Dabei fuhr er wenige Meter vor dem Überholten wieder auf die rechte Spur. Doch schon nach kurzer Gerade­ausfahrt musste er stark abbremsen, weil eine Ampel auf Gelb sprang. Das gerade überholte Fahrzeug fuhr auf das Auto des Mannes auf, es hatte nicht mehr rechtzeitig bremsen können.

Wenn trifft Schuld?

Nun forderten beide Parteien Schaden­ersatz voneinander. Der zu geringe Sicherheits­abstand des Hintermanns sei ursächlich für den Unfall gewesen, argumentierte die eine Versicherung. Der Unfall stehe im Zusammenhang mit dem Spurwechsel des Vordermanns, fand die andere Versicherung. So musste am Ende das Oberlandes­gericht die Sache klären.

Unfall war direkte Folge des Spurwechsels

Die Kammer entschied im Sinne des Hintermanns, der aufgefahren war. Der Überholv­organg mit knappem Einscheren habe dazu geführt, dass der andere Autofahrer keine Chance mehr hatte, den notwendigen Sicherheits­abstand aufzubauen. Der Unfall sei als direkte Folge des Spur­wechsels zu werten.

Gesteigerte Sorgfaltspflicht verletzt

Der über­holende Mann hätte sicher­stellen müssen, bei dem Manöver keine anderen Verkehrs­teil­nehmenden zu gefährden. Doch gegen diese gesteigerte Sorgfalts­pflicht habe er offenbar verstoßen und dadurch den Unfall allein verschuldet.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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