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Schadensersatzrecht | 12.10.2021

Fehlerhafte Starthilfe

Starthilfe fürs Auto geht schief: Gibt es Schaden­ersatz?

Kein Schadens­ersatz für ab­genötigte fehlerhafte Starthilfe

(Amtsgericht München, Urteil vom 30.07.2020, Az. 182 C 5212/20)

Streikt die Fahrzeug­batterie, ist es gut, wenn andere Autofahrer Starthilfe geben können. Manchmal allerdings geht dabei einiges schief. Wer haftet dann - zum Beispiel, wenn Alkohol im Spiel ist?

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Besteht ein Anspruch auf Schaden­ersatz, wenn ein Autofahrer einen anderen um Starthilfe bittet und dabei der Motor beschädigt wird? Das Amtsgericht München hat entschieden, dass das nicht der Fall ist, wenn der Helfer keine grobe Fahrlässigk­eit begeht und vorher sogar darauf hinweist, sich mit Starthilfe nicht auszukennen. (Az.: 182 C 5212/20)

Streit um Motorschaden durch Starthilfe

In dem Fall ging es um einen Discjockey, der bei einer Hochzeits­feier im Einsatz war und feststellte, dass seine Auto­batterie leer war. Unter den Gästen des Festes fragte er nach Starthilfe, die zunächst niemand geben wollte. Dann überredete der DJ einen Mann dazu, ihm zu helfen. Dieser Mann hatte zwar Alkohol getrunken, bat aber seine Frau darum sein Auto zu holen. Mehrfach wies der Helfer allerdings darauf hin, dass er sich mit Starthilfe nicht auskenne und es ungern mache.

Der DJ wies den Mann dann an, wie die Starthilfe­kabel an den Motoren zu setzen waren, was der Helfer auch ausführte. Zunächst kam kein Strom­schluss zustande, dann entwickelte sich Rauch, und es kam zum Motor­schaden. Der DJ verlangte daraufhin Schaden­ersatz von dem Gast.

Keine grobe Fahrlässigkeit bei Hinweis auf Unkenntnis

Das Gericht allerdings wies die Klage ab. Denn der Helfer habe in diesem Fall klar zur Sprache gebracht, dass er sich mit dem Thema nicht auskenne. Auch grobe Fahrlässigk­eit sei nicht gegeben gewesen, da Starthilfe mit einem hohen Schadens­risiko behaftet sei.

Hilfe von Alkoholisiertem annehmen ist Mitverschulden

Damit habe der Helfer seine Sorgfalts­pflichten nicht grob verletzt. Außerdem hatte der Mann dem DJ gesagt, Alkohol getrunken zu haben. Dass dieser dennoch die Hilfe in Anspruch nahm, wertete das Gericht als erhebliches Mit­verschulden und schloss daher Schaden­ersatz aus.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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