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Arbeitsrecht und Schadensersatzrecht | 01.08.2022

Bewerbung

Stellenausschreibung bei Ebay-Kleinanzeigen: „Sekretärin gesucht“ - Schaden­ersatz nach Diskriminierung

Ablehnung der Bewerbung eines Mannes als Sekretär ist diskriminierend

(Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 21.07.2022, Az. 2 Sa 21/22)

Auch wer sich via Chat über Ebay-Klein­anzeigen auf eine Stelle bewirbt, gilt als Bewerber im Sinne des Allgemeinen Gleich­behandlungs­gesetzes (AGG). Bei Diskriminierung steht dann Ent­schädigung zu.

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Über Ebay-Klein­anzeigen werden längst nicht nur Ge­brauchs­gegen­stände verkauft. Die Plattform bietet auch Angebote für Wohnungs- oder Jobsuchende. Wer sich formlos über die Chat-Funktion des Portals bewirbt, genießt den Status eines Bewerbers im Sinne des Allgemeinen Gleich­behandlungs­gesetzes. Wer als Mann wegen seines Geschlechts für eine Sekretariats­stelle abgelehnt wird, kann dann Anspruch auf Ent­schädigung haben. Auf ein entsprechendes Urteil des Landes­arbeits­gerichts Schleswig-Holstein (Az. 2 Sa 21/22).

„Sekretärin gesucht“ - ist diskriminierend

In dem Fall hatte sich der Mann auf eine Stellen­anzeige auf Ebay-Klein­anzeigen beworben. In der Anzeige war ausdrücklich eine „Sekretärin gesucht“. Über die Chat­funktion bewarb sich der Mann auf die Stelle, ohne weitere Unterlagen einzureichen.

Abgelehnter Bewerber klagt wegen Geschlechterdiskriminierung

Das Unternehmen antwortete, dass „eine Dame als Sekretärin“ gesucht sei und sagte dem Bewerber ab. Der abgelehnte Bewerber sah sich wegen seines Geschlechts diskriminiert machte gegenüber dem Unternehmen eine Ent­schädigung von drei Brutto­monats­gehältern geltend.

Das Unternehmen argumentierte, dass die Bewerbung nur auf eine Ent­schädigung abgezielt habe und somit rechts­missbräuchlich gewesen sei. Das Landes­arbeits­gericht aber gab dem Bewerber Recht. Der für die Geltend­machung von Ent­schädigung erforderlichen Bewerber­status sei gegeben.

Entschädigung in Höhe von drei Monatsgehältern angemessen

Wer eine Stellen­anzeige in Ebay-Klein­anzeigen veröffentlicht, müsse damit rechnen, dass sich die Bewerber über die Chat­funktion bewerben und nicht auf klassische Weise schriftlich mit beigefügten Bewerbungs­unterlagen.

Im Hamburger Umland ist unter Beachtung der laufenden Stellen­angebote für eine Sekretärin in Vollzeit ein monatliches Brutto­gehalt in Höhe von 2700 Euro zu zahlen, so dass die Klage in Höhe von 7800 Euro nicht überzogen war. Die Ent­scheidung ist noch nicht rechts­kräftig.

Keine rechtsmissbräuchliche Bewerbung

Nach Ansicht des Gerichts, war es dem Arbeitgeber auch nicht gelungen, besondere Umstände nach­zuweisen, die aus­nahmsweise auf eine rechts­missbräuchliche Bewerbung hinweisen könnten.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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